Archiv für Uncategorized
Juli 23, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged Schreibstau, Schreibblockade, Schreiben, Blog

Als wären einige angefangene und mitten im Satz unterbrochene Blogposts nicht genug, türmen sich die Bücher auf dem Tisch und auf dem Boden. Sie scheinen nur darauf zu warten, mit einem unerbittlichen Mail von der ZB zurückgerufen zu werden. Natürlich bevor ich mich ihrer in angemessener Weise bedient habe. Im Schlafzimmer rund ums Bett liegt das Nebenfach verstreut und höhnt mich aus: Schreib, schreib, schreib. Im Büro warten die Schulbücher darauf, heruntergebrochen und aufgearbeitet, zu geniessbaren Schulstundenportionen verkocht zu werden.Der CerpinTaxt wartet auf den Anfang, damit er meinen Argumenten ein Ende bereiten kann. Es fällt mir nichts ein. Heute geht’s nicht. Schreibblockade. Schreibstau. Die Buchstaben gefrieren mir in den Adern und finden den Weg zu den Fingern nur langsam. Zäh und klebrig fliessen sie auf Tasten und Bildschirm.
Ich brauch Ideen!!! Ich brauch GegenSätze. Rien ne va plus.
Juli 11, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged humor, studium, Alltag, Alpen, Wallis, W-LAN, Internet, Seminararbeit, Ferien, Heidi

W steht für Wallis. Ja, die Patti trägt ihre persönlichen Alpmassive zwar immer mit sich herum, aber dann und wann erhört auch sie den Ruf des Berges. Vor allem, wenn sie sich auf das Erstellen einer Arbeit konzentrieren sollte. Zwecks Abgeschiedeneheit und Inspiration (es geht schliesslich bei um protestantische Motive im Heidi-Buch) habe ich mich auf die zugegebenermassen geografisch und konfessionell nicht ganz passende Alp zurückgezogen. Leider habe ich dabei übersehen, dass die Riederalp als erste Geminde in der Schweiz kostenloses und flächendeckendes W-Lan anbietet. Patti macht also dasselbe wie immer: Sie geniesst die Aussicht auf Berg und Tal, auf die ganze virtuelle Welt und auf weitere Tage fröhlichen Aufschiebens.
Scheiss-Fortschritt.
Juli 4, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged humor, satire, Politik, Aargau, Südanflüge, gekröpfter Nordanflug, BAZL, Zürich, Goldküste, Südschneiser, Fluglärm, Flughafen, Lied, Reim, schnitzelbank, Rita Fuhrer

Alle Flugi sind schon da, alle Flugi, alle
Airbus, Boeing, Jumbojet
dröhnen liebevoll und nett
über Zürich Süd hinweg
mit viel Rauch und Schalle
…….
.
Alle Rüebli freuen sich, alle Rüebli, alle
Stilli, Turgi, Frick, Densbüren
kriegen keinen Lärm zu spüren
auf dass die Goldküstenallüren
auf immer nun verhallen
…..
Alle Zürcher zürnen uns, alle Zürcher, alle
Fuhrer, Schneiser, Herrliberger
fragen sich im grössten Ärger,
warum der Aargau nicht verberge,
dass ihm dies gefalle …
Juli 2, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged Aargau, Baden, Fluss, Haut, Hitze, Moby Dick, Salz, schwimmen, sonne

Psssst. Ich verrate euch ein Geheimnis: Der Aargau ist schön. Bekannt als Wasserschloss führen uns seine Flüsse den Berner, Zürcher und Luzerner Urin zu. Nur stört uns das überhaupt nicht. Wir geben gerne noch den unsrigen dazu und schicken alles nach Basel. Ich wohne am Fluss. Er liegt tief in seinem Bett, geschwängert von unzähligen Bächen und Quellen schlängelt er sich satt und träge an der Stadt vorbei. Die Ufer sind von hohen alten Bäumen gesäumt. Jeden Abend fache ich an unserem privaten Grillplätzchen ein Feuer an, schmeiss mein Abendessen drauf und steige ins Wasser. Die grüne Wand beiderseits lässt vergessen, dass ich mich am Stadtrand befinde: Häuser und Fabrikschlote bleiben verborgen und lassen mich im Amazonas wähnen. Nur dass ich keine Angst vor Krokodilen und anderem Getier haben muss. Der Vorteil eines leicht überhöhten Fettgehaltes im Körper liegt in der Unsinkbarkeit. Die grasgrünen Frogs, ein 14.90-fränkges Generikum der unsäglichen Crocs, tragen das ihre zum Auftrieb bei. So liege ich auf dem Wasser, strecke alle Viere von mir, schliesse die Augen und lasse mich treiben. Unsinkable Patti. “HE!!! He, Sie!! Hallo? Haalloo! HAAALLLOO!!” Ich blinzle, wende den Kopf, wer stört mich da in meinem Gedankenfluss? “Gottseidank, sie lebt noch! Nütferunguet!” ruft da der besorgte Flussanstösser. Danke. Immerhin war’s nicht die Greenpeace, die mich ins Meer zurückschaffen wollte.
Was diese süssholzraffelnde Süsswassergesülze mit Salz auf meiner Haut zu tun hat? Das Salz klebt überall. Ich musste den ganzen Balkon damit bestreuen gegen die drohende Ameisenplage. Genützt hat’s nichts. Die Biester fressen das Zeugs.
Wo mein traumhaft schöner Flussabschnitt liegt? Pssst. Das ist ein Geheimnis.
Er liegt im Aargau.
Juni 29, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged Ballack, Champions, chorizo, deutschland, Euro 08, Finale, gedicht, humor, Platini, satire, spanien, spanien - Deutschland, Torres, weisswurst
Wer spielt noch so spät bei Nacht und Wind?
Die Tschütteler, die im Finale sind!
Es nahet der Abschied, es dürstet das Herz
nach Toren, nach Flanken, nach Fouls und nach Schmerz!
Die gelb-roten Karten, sie sind neu gemischt:
Es zeigt sich, ob Gold auf dem Felde besticht.
Spanien erzielt Torres, Fussballack schiesst,
derweil der Platini mit Plain beschliesst.
Drum prüfe, wer sich an die Euro bindet,
ob auch das Geld zum Gastgeber findet.
We are the champions, we are the champions
no time for thinking, just time for emotions
OLÉ!
Juni 26, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged bär, Euro 08, Fussball, halbfinal, olé, russland, russland - spanien, spanien, spanien-russland, stier
es ist wie an der börse. bär gegen stier. der stier passt zu mir. zumindest die stummen sterne haben diese wahl für mich bereits getroffen. heute bin ich fatalistisch.
flamenco gegen kosakentanz? ravél gegen tschaikovsky? franco gegen stalin?
sangria gegen vodka? fehlanzeige. doch ein feiner rioja kommt mir gerne auf den tisch. zu frischen tapas. borschtsch hingegen bring ich nicht über die lippen. weder in die eine noch in die andere richtung. im übrigen, und darauf werden frauen ja reduziert , sind die spanier die hübscheren spieler. in diesem sinne: OLÉ!
Juni 25, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged basel, carlsberg, deutschland, du bist deutschland, emotionen, Euro 08, Fussball, halbfinal, Schweiz, türkei, türkei-deutschland
I
m Zug Schaffhausen-Zürich, ein kahlgeschorener, tätowierter junger Mann spricht in sein mobiles Telefon: “Ne, du des glaubst du ned! Da isses so schön. Und die verdienen ja wie blöd, eh. Da kriegt sogar ne Bedienung 20 Franken auf die Stunde und sogar die ganzen Trinkgelder. Und die teilen das. Das ist voll so üblich, da kriegste dann mindestens 20 %. Und da hab ich echt die geilen Anstellungsbedingungen als Türsteher.” Rechts ins Bild rückt der Rheinfall. Der Mann springt auf und klebt sich ans Fenster. “Was issen des? Wie geil ist das denn? Wie sowas von endgeil ist das denn? Des ist ja auch so schön hier überall. ….” usw. Die Schweiz, das Land, wo Milch und Carlsberg fliessen?
Szenenwechsel: Hochzeitsparty eines Freundes, multikulturell und multinational in einem bekannten Club. Ich treffe einen Kroatin und frage voller Mitleid, was sie mit ihrer Mannschaft angestellt hat. Sie bricht spontan in Tränen aus. In meinem Eifer will ich sie trösten, sage tausend Dinge, umarme sie, flehe sie an, doch mit Weinen aufzuhören, es sei doch Hochzeit heute, sie heirate doch auch nächste Woche, erwidert sie schluchzend. Ich will das Thema wechseln: “Nun müssen wir sogar noch die Deutschen unterstützen, weil wir ja ein Türkentrauma haben.”
Plötzliche Stille. Die Musik hat aufgehört zu spielen. 40 Augenpaare und ein Mittelfinger blitzen mich an. “Das ist mein zukünftiger Mann”, sagt die Kroatin. “Eben musste ich beinahe unsere Hochzeit abblasen. Wegen der EM-bedingten Germanophobie unserer Schweizer Freunde.” Kleinlaut erwidere ich, dass das Spiel 90 Minuten daure und am Ende die Deutschen gewinnen, doch da hört mir schon keiner mehr zu. Ich schleich mich. Raus und nach Hause.
Möglicherweise hatte ich doch “… die doofen Deutschen unterstützen …” gesagt. Könnte sein. Wegen der Alliteration. Wie bei TürkenTrauma. Oder ganz einfach aus Gewohnheit.
Erlebe Emotionen. An das emontionale Vakuum nach Ausscheiden der eigenen Mannschaft wurde nicht gedacht. Wem gehört mein Herz? Den Deutschen? Den Türken?
Heute geh ich nach Basel. Du bist Deutschland. Vorbei am Security vor der Fanmeile. Du bist Deutschland. Vorbei am Migrospavillon mit der netten Bedienung. Du bist Deutschland. Vorbei an der Uni mit den kompetenten Professoren. Du bist Deutschland.
Und rein in die Dönerbude.
Juni 18, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged Aargau, Bank, Geld, Märchen, Happyend, Mädchen, Zeppelin, Tour de Suisse, patti

Ab und an entdecke ich wieder das kleine Aargauer-Rübeli-Mädchen in mir. So geschehen vor wenigen Minuten. Das Surren eines weit entfernten Rasenmähers störte mich beim Aufschieben meiner Seminararbeit. Der Rasenmäher allerdings pflügte durch den Himmel und war seines Zeichens ein Zeppelin mit dem Schriftzug der hiesigen Bank. Was freute ich mich da! Wie ein kleines Kind hüpfte ich erregt auf dem Balkon umher. Der Zeppelin kreiste dreimal über meinem Dach und aus dem Korb winkte und juchzte es frenetisch. Ich winkte zurück. Ich wartete auf die Tour de Suisse. Fehlanzeige. Ich wartete auf den Mannschaftsbus eines nationalen Fussballteams. Fehlanzeige. Der Zeppelin kreiste noch immer. Der meint also tatsächlich mich! Als glückliche Bewohnerin einer Dachetage konnte ich nun meinerseits von Fenster zu Fenster mitkreisen und glückselig weiterwinken. Ich wartete auf das Gewinnspiel, dessen Ankündigung ich vermutlich verpasst hatte. Wer es schaffen würde, den Zeppelin mit dauergrinsendem Winken und wie verrückt von Fenster zu Fenster Rasen über mehrere Runden in seinen Bann zu ziehen, dem winkte seinerseits ein ansehnlicher Geldbetrag zurück. Dieser würde dann direkt vom Zeppelin auf den Balkon abgeworfen. Ich holte schnell die blaue IKEA-Tasche zwecks Auffangen des unerhofften Sterntalerschatzes. In der Tat sank der Zeppelin mit den hübschen Aargauer Sternen nach der vierten Runde noch tiefer. Ich konnte die freudig geröteten Wangen meines Wohltäters bereits erkennen. Der Zeppelin sank noch etwas tiefer, verpasste aber die nächste Kurve und war übern Berg. Richtung Züribiet.
Danke
Juni 8, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged Euro 08, Fussball, Schweiz, Tschechien, Sieg, Niederlage, 1:0, Eröffnungsspiel, EM, Bier, Alex Frei, czech, Goalie, Torhüter
Ich hab eine Freundin, die hat heute Geburtstag. Sie ist Tschechin. Was gebietet die Höflichkeit in einem solchen Fall? War es denn nicht meine Freundin, die unseren Frei-stösser, unseren Goalgetter-Gott, unseren Freipass in den Finaleinzug zu Fall gebracht hat? War nicht sie es, die diverse Torchancen der Schweizer am Lattenkreuz unsanft enden liess? Hat nicht sie die Inkarnation ihres ganzen Volkes, den tschechischsten aller Tschechen vor dem Tor tänzeln lassen?
Denn, und hier beginnt der bierbittere Ernst, was soll dieser Helm? Schädelbruch? Wer glaubt denn dieses böhmische Märchen? Der Goalie ist nicht mehr als ein ferngesteuerter Zombie, dessen Synapsen verdrahtet, verkabelt, vernetzt sind mit dem Geflecht der tschechischen Seele. Er hält, was Tschechien sich verspricht. Insofern ist der Ostblock uns um Jahrzehnte voraus. Oder zumindest um ein Tor.
Der Freundin schenk ich ein schales Bier. Das schmeckt einer Tschechin möglicherweise noch weniger als uns die Niederlage. Prost.
Mai 19, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged Alltag, gynäkologie, humor, körperöffnung, oralsex, rote zora, satire, sex, studium, zahnarzt, zahnmedizin

… das wäre dann oralsex. versteht sich. nun, beginnen wir doch, wie bei jeder geschichte, beim anfang. als kind vom lande verband ich mit …-ic-namen nur zwei dinge: die rote zora und zahnärzte. beides verhiess in meinen augen ein aufregendes leben. wie der zufall es wollte, habe ich heute, wo man vor allem von der diskriminierung von menschen mit …-ic-namen spricht, einen zahnarzt, dessen name genau so endet. was er mit der roten zora sonst noch gemein hat? er eforscht höhlen und alte ruinen, stochert in stinkenden löchern und klaut den studenten das geld aus der tasche. das hat er allerdings auch mit dem gynäkologen gemeinsam. und beide berufsgattungen scheinen kleinere kommunikatonsprobleme zu haben: da liegt man nun mit gespreitzten beinen oder gspreitztem kiefer auf dem schragen. man ist, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, zum zerreissen gespannt. der jeweilige arzt beginnt die entsprechende körperöffnung mit instrumenten und bestecken zu füllen. ich bin sicher, dass hier ein internationales wettrennen zwischen zahärzten und gynäkologen im gange ist. auf kongressen erzählen sie sich dann gegenseitig: “ja, du, stell dir vor, da hab ich tatsächlich nebst dem stetoskop, zwei klammern, einem absaugschlauch und meinem unterarm noch ein halbes kilo watteröllchen reingepackt!”-”das ist noch gar nichts. ich hab bei meiner patientin, nur mal zum schauen, obs geht, noch den rasenmäher parkiert!”zurück in der praxis, bei der gespreizten patientin. hier beginnen sie, äusserlich souverän, aber im grunde total ubeholfen, von den betroffenen körperöffnungen abzulenken. “ja, frau meier, waren sie schon in den ferien heuer, das ist übrigens ihre gebärmutter, an welcher ich hier zerre, das wetter könnte wirklich besser sein, ein urlaub wär nicht shlecht, ihre eierstöcke fühlen sich etwas verspannt an, wohin fahren sie denn nun in die ferien?” oder, heute so gschehen, im mund eine immense altmetallsammelstelle: “frau meier, wissen sie, schön, dass sie auch studieren, sie sollten zahnmedizin studieren, würde ihnen das gefallen? sie könnten bei mir ein praktikum machen. Hä? SAGEN SIE??? WüRDE ES IHNEN GEFALLEN? HABEN SIE MICH VERSTANDEN??“ja, hab ich, du idiot, aber wie soll ich dir mit 3 kilogramm metall im mund klarmachen, dass ich nicht im geringsten daran interessiert bin, anderen leuten in ihrer geröllhalde herum zu graben?
beim schreiben dieser zeilen wird mir bewusst, dass dieser blog schon viel zu lange ist. das alte dilemma: frau will sich den frust von der seele reden (schreiben) und für oralsex reichts nicht mehr. dazu kommen wir später. vielleicht.
…..