Archiv für Reime, Verse, Schnitzelbänke, Slam Poetry

Adventskalender

Bald klingen wieder keine Blogger-Glocken süsser als Pattis emPattische nimmer-SATt-tIeRISCHE Adventsbeiträge. Dieses Jahr wirds multimedial. Zur Einstimmung empfehle ich die Lektüre des letztjährigen Adventskalenders. Bitte jeweils laut mitsingen.
Gute Unterhaltung. Und nicht vergessen: Nur noch 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 Mal schlafen.

ADVENTSKALENDER  2008


1. Türchen

2. Türchen

3. Türchen

4. Türchen

5. Türchen

6. Türchen

7. Türchen

8. Türchen

9. Türchen

10. Türchen

11. Türchen

12. Türchen

13. Türchen

14. Türchen

15. Türchen

16. Türchen

17. Türchen

18. Türchen

19. Türchen

20. Türchen

21. Türchen

22. Türchen

23. Türchen

24. Türchen

Ende

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xSÜNDEr an EQUINOX II: Slam Poetry

fasten_30_equix1Für Tagesbilanzen von Tag 20 – Tag 24 bitte HIER klicken!

Gestern war Frühlingsanfang mit Sonne und Schnee, heute ist Equinox, Tagundnachtgleiche; Tag und Nacht halten sich die Waage. Meiner Waage fällt die Arbeit täglich leichter. Fast Fastenhalbzeit. Equinox, die Band, hat ihre CD getauft. Als Gotti durfte ich meinen Senf dazu reimen und die Bandgeschichte in Form von Slam-Poetry erzählen:
(Teilweise nur für Insider verständlich, bitte laut und schnell lesen!)

Bandgeschichte von EQUINOX

Biit
gimme the Biit, Biit
gimme the Biit, Biit
gimme the Biit, Biit

Sie singt,
sicher, silberhell, es klingt
wie flüssiger Mond-schein-t
wie die So- ne -tte Sonette,
Du-, Quar- und Quintette,
sie sang,
es klang
so jung, so schön
so-lo?

So locker schwang er die Hüfte,
Dickli -ch war er nie,
Kaugummikauend kannte ihn Die Clique ,
nannte ihn Kau-Boi,
treu
wie ein Pudel und genauso gelockt
lockt er geschickt
Töne aus der Pia
und dem Pia-no-ch ist er zu haben.

Diese Gaben
Talente, erkannten sie,
waren DMS, Diplom- Musik-Schule-Bekannte,
bekannten und taten sich zusammen,
zum Katzenjammer-jammen,
kammer-Musikalisch Muskeln anspannen

Sie duettierten sich,
verirrten sich,
stiegen hoch, sangen und sanken tief
auf Hochzeiten,
um auf der Plüschbank die Ewige Liebhudelei
mit Gedudel
zu begleiten,
eigene Liedzeilen zu bestreiten
war ein Ziel-sicher
war der Blick
von Dick-lieber als alles machte er Musik
mit Biit Bereut-er-es?

Tut er nicht,
denn man verspricht,
verschreibt sich dem Rock,
dem folk, dem Blues.
Freedom’s just another word for nothing left to lose
,
nothing but the Biit, sang Biit
von Bobby,
später mit Robby
an der Seite und an den Saiten,
Saitenmassierend,
bassistierte Ti-na-ch und nach entstand,
fand sich,
und verband sich
eine Band.
Happy End?

Noch nicht,
noch sorgten sorgenvolle Texte
dafür, dass man Bier exte
und in pathetischer Em-Pa-Thie
das erste Publikum verhexte,
bevor man Segel Richtung Süden setzte.

Dort ankerte, schlank und rank
auf einer Sandbank
die adriatische Barkasse,
Ein Boot gemacht
aus Tag und Nacht,
Equinox, 12 Stunden Schlaf,
danach 12 Stunden wach,
krass,
lachende Gestalten durchwachten die Nacht,
machten Kalbereien und sich spasseshalber nass!
Ach! Equinox, als Name, das wär doch was!

Ein Boot bot sich an als Bootschaft,
in Seenot schafft
man vieles gemeinsam,
gemein sangen die sirrenden Sirenen,
doch einsam dagegen
sang ein kec-ker-Stone in der Brandung!

Dann die Landung,
die gelang und
ein Vogel sang,
damit die Kasse klang, und
die Sammlung
von Hits und Gigs am Mike
machte musikalisch-schöne Töne
und als Master of Disaster
rast er
wie ein Vater für die Söhne
an Konzerte,
masterte
und meisterte Bass
und Mathias,
Pia-no und Pio-noch an der Klampfe,
Hänys Schlagzeug-Gestampfe,
Hahnen-Kämpfe
gab es nicht,
schlicht, Aus
-tritte,
bitte,
bleibt doch noch im Boot,
doch noch ist Equinox nicht tot,
segelt ins Abendrot
und findet Nord-Licht am Horizont,
an der gegnerischen Front,
denn als wäre es ein Freud’scher:
der Rettungsanker war ein Deutscher.

Carst-endlich eine nord-seebär-brummende Base,
das ist Casi
eine Basis, quasi
auf der das immer schwimmende Boot
nicht zu sinken droht,
dröhnend, fehlt jedoch noch ein Pochen, ein Puls,
der tönend zwingt,
der Blut zum Kochen und die Groopies zum lachen
oder stöhnen bringt.

Frischer Wind,
Vento
fresco,
Franco, Francesco
wie Rotbart
Lorusso, harrt er hart am Wind,
ohne Teutonen-Gehabe,
nicht einfach ein Schwabe,
nein einer mit einer Schlag-Hand-Habe-Gabe

But there is still no CD
jedoch ein hoch vergrippter High Grip Sidi
kein Abdel Assar von El Hama,
kein Drummer,
es ist Sidi ed-El-Krasser-E-Gitarre-Schrammer.
Der Hammer als Jammer
und ein Traum für jeden Poetry-Slammer

Dann ging es DownTown
zu downdown-en weich verhandelten sie
verwandelten sie
die Klänge und Gesänge,
wie das keinem andern Bär
so Lüc-kenlos famos
für wenig Moos
gelänge

Die Tour fuhr,
die Ton-Spur
führte nicht in versiffte Pubs,
man Dampfschiffte
und KiFFte
sich durch Kultur- und
Promi-Clubs,

Schwupps,
fischen wir,
erwischen wir,
mitten in der Rede,
eine CD
aus dem Nebel,
setzen alle Hebel
in Bewegung,
denn nun kommt die heutige Musik-Szenen-Belebung!
Musik spült an unsere Gestade
und beendet die Maskerade,
So nicht,
Sonne, Mond zeigt euer Gesicht!

Bisher stumm,
das Publikum,
ihr habts erraten,
ihr seid heut Sauf- und Taufpaten,
Erster Maat in Wort und Taten,
mit euch, nicht mit irgendeinem gemeinen Gesocks,
mit euch
taufen wir Equinox
saufen wir im Ex-Inox,
denn Equinox zog’s ins Ex-Inox,
in der Nacht vor der TagundNachtgleiche
und wir weichen
hier als Gast nicht,
bevor der Mast bricht.
Noch steht der Mast, fliesst der Most,
frisst noch nicht der Rost,
noch ist das Glück uns zugelost,
Noch findet jeder, der gern staunt, im Sound Trost,
doch gleich ist die Sau los,
und bevor der Applaus tost,
stosst an, im Namen des Godfathers of Music!
EQUINOX tauf ich dich
getrost,
und dann besauf ich mich.
Pr
ost!

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Fasnacht 09 oder die Bank Geheim Miss

bankgeheimmissbaenkliIn einem kleinen Märchenland
Gebaut auf Goldbarren und Sand
räkelt sich, gar rank und schlank,
die Bank Geheim Miss auf der Bank.

Pierre Beau Nuss, Geheim-Agent,
Banker, Private, Investment,
liebt die Bank Geheim Miss sehr
sie aufzugeben fällt ihm schwer.

Uncle Sam und auch Obama
machen grad ein Riesen-Drama!
Watching U(B)S auf Schritt & Tritt
und say: Give Up Your Bank Secret!

Die Bank Geheim Miss ist bedroht
Und Pierre Beau Nuss sieht rot
weil er jetzt als Bank-Geheim-Nuss
die Bank Geheim Miss schützen muss!

Die Bank Geheim Miss muss wohl sterben
Nicht Uncle Sam bringt ihr Verderben!
Nein, der Beau Nuss, ganz versessen,
hat die Bank bös angefressen.

bankgeheimmiss

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Fasnacht 09 oder die 10 Raben

rab3„Was? Du bist das?“, fragte mich nach der Demaskierung ein Bekannter, „dir hätte ich eine solche rechts-populistische SVP-Einstllung nicht zugetraut!“ Nun, weshalb soll es im wahren Leben anders sein als im Blog? Satire wird als Polit-Propaganda missverstanden, Ironie bitterernst genommen und die Fasnacht verkommt scheinbar zur populistischen Selbstdarstellerbühne. Scheinbar.

*Doch im Freiamt, im Dorf mit der hübschen Rose im Wappen, geht seit Jahren an der Fasnacht eine Krähe (alias Herr Lehrer *KEUSCH) mit keusch-braven Schnitzelbänken um.

Nun hat er Konkurrenz bekommen aus dem Osten. Die bösen, bösen Raben aus Rumänien und Bulgarien mit einer Roma-Frau im Schlepptau, welche keinen Anstand hat. Würde sie sonst die (zum Rosinenpicken gedachten) Haferflocken Konfettis gleich in die gediegen gefüllte Dinner-Teller der brav-keuschen Bürgerinnen streuen? Reklamationen gehen zum Glück an den Lehrer, die einzige Krähe, die man kennt. Das andere Gesindel aus dem Osten hat sowieso keine feste Adresse.

10 kleine Rabenvögel kamen aus dem Osten,
doch einer blieb in Bukarest, heja, die Treibstoff- Kosten!

9 kleine Unglücksraben flogen Richtung Westen,
doch einer wollt’ in Tschernobyl noch Frischgemüse testen…

8 freche UnglücksRAABen kamen zu ProSieben
der mit dem grössten Schnabel blieb, da waren’s nur noch 7

7 kleine Krähenvögel besuchten Pontifex
doch einer wird exkommuniziert, da waren’s nur noch 6

6 kleine Rabenkrähen tranken Liebestränke,
doch eine nicht, denn sie blieb KEUSCH* und singt nun Schnitzelbänke.

5 arme Unglücksraben wollten nur ein Bier,
doch Vincent Raven war auch da, da waren’s nur noch 4

4 kleine Wetterkrähen brauchten etwas Bares,
die Schönste mit den Krähenfüssen ward Schweizerin des Jahres!

3 böse Rabenvögel picken in die Schweiz,
einer fand zu viele Rosinen, erstickt an seinem Geiz!

2 nimmersatte Raben flogen ins Freiamt*
sie stehlen euch Erspartes, Wappen, Schmuck, Geld, allesamt!

1 frecher Rabenvogel stiehlt deinen Arbeitsplatz,
und übermorgen liegt er dann im Bett mit deinem Schatz!

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Top Twenty 2008

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Pattis gesamter Adventskalender 2008

241Noch kein Jahres-, aber zumindest ein Monatsrückblick für den letzten Dezember: Die gesammelten satirischen Vorweihnachts-Gedichte als hypertextueller Adventskalender. Viel Spass.

1. Türchen

2. Türchen

3. Türchen

4. Türchen

5. Türchen

6. Türchen

7. Türchen

8. Türchen

9. Türchen

10. Türchen

11. Türchen

12. Türchen

13. Türchen

14. Türchen

15. Türchen

16. Türchen

17. Türchen

18. Türchen

19. Türchen

20. Türchen

21. Türchen

22. Türchen

23. Türchen

24. Türchen

Ende

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Pattis Adventskalender 24: Stille Nacht

24
Stille Nacht, Heilige Nacht
Gottes Sohn, oh wie lacht!
Die Weisen haben Geschenke gemacht.
Die Hirten haben ein Ständchen gebracht.
Das Christuskind kriegt gar viel,
nur nicht das, was es will!

Stille Nacht, Heilige Nacht
Der erste Weise hat Myrrhe gebracht.
„Sorry, Weiser, was soll denn der Scheiss?
Warum bringst du mir keinen Gen-Technik-Mais?
Der nach der Verdauung im Leib
noch locker die Autos antreibt?“

Stille Nacht, Heilige Nacht
Der zweite Weise hat Weihrauch gebracht.
„Sag mir, dachtest du etwas dabei?
Rauch ist out und bringt nur CO2!
Steht dir nach Drogen der Sinn,
Bring mir doch ein Ritalin!“

Stille Nacht, Heilige Nacht
Der dritte Weise hat Gold ihm gebracht.
„Bei euch ist Verarschung wohl mit im Programm?
Das sind doch höchstens zwei, drei Kilogramm!
Die Grossbank kriegt in dieser Stund’
60 Milliarden vom Bund!“

.

Stille Nacht, Heilige Nacht
Ach, was haben wir gelacht!
Die Verslein sind nun zu Ende gebracht.
Wir sagen bye bye zu 2008.
Ich werde euch wieder erfreun’
Im Jahre 2009!

.
.
Allen fleissigen Blog-LeserInnen danke ich für die Treue, wünsche euch schöne Feiertage und einen guten Start im nächsten Jahr. Übrigens sind tränenschwere oder stressreiche Familienfeste meist ein Hort von Realsatire. Da braucht es mich gar nicht. Dazu gehören auch romantische Sprüche zum Jahreswechsel, wie die vom Bärtigen. Das ist aber eine andere Geschichte, welche im neune Jahre erzählt wird.
Alles Liebe
Patti on Tour

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Pattis Adventskalender 23: Schlagzeilen vom 22. Dezember

231

(Was meint die Presse kurz vor Weihnachten? In einem Experiment habe ich einem grossen Literaten nachgeeifert:  Karl Kraus war ein begnadeter Wiener Satiriker, welcher während des Ersten Weltkrieges Schlagzeilen und Zeitungsberichte zu zig-seitigen Mono- und Dialogen montierte.
Ähnliches habe ich mit den (praktisch unveänderten)  Schlagzeilen und Titeln aus dem gestrigen Tages-Anzeiger gemacht.  Von Weihnachtsstimmung keine Spur! Hier eine kleine Auswahl.)

Die irakische Ölstadt Basra strebt nach Autonomie!
Im Netz: Die wahre direkte Demokratie!

Internetsucht wird oft spät registriert!
Wenn Jugendliche gewalttätig ihre Eltern angreifen!
Die UBS-Tochter in Brasilien intigriert!
Frau verletzt auf Fussgängerstreifen!

Moskau: Verletzte bei Explosion!
Mit Pülverchen in der Gib-Gas-Region!
Autolenker getötet bei Frontalkollision!
Und plötzlich stoppt auch Fiat beinahe die Produktion!

Wie Schweizer Sportler erfolgreich rasen und fliegen!
Raser in Bülach erhält Fahrverbot!
Simon Ammann: Am weitesten fliegen,

aber dann beim Landen in Not!

Skifahren ist ökologischer als Fliegen!
Österreich: Skifahrer erleiden Lawinentod!
Bei Dachlawinen haftet der Eigentümer!
Swiss macht Flugplan um 2,5 % dünner!

Uni-Professorin für Geschlechterforschung!
Eine Frau gegen Männer, Macht und Moral!
SVP ruft vermehrt nach Ordnung!
Verletze beim griechischen Fanal!

Mit Feuerwerk und Flaschen gegen Polizei!
Luzerner Polizei auf Jungstier-Jagd!
Luzerner Bauern verdrecke Bäche!
Belgischer König führt Krisengespräche!
Sonntagsverkäufe: Keine Spur von Krise!
Die Bestien belauerten sich wie im alten Rom!
Hochnebelartige Wolken, Sonne und Bise!
Im Februar steigen die Preise beim Strom!

Palestinänser greifen mit Raketen Israel an!
Russland liefert Raketen an den Iran!
Schüler hat sich in Bonstetten das Leben genommen!
Friedenslicht aus Bethlehem angekommen!

.
.
.

.

.

und hier noch der Rest, ungereimt:

Mediziner aus dem Zürcher Oberland wegen Schändung verurteilt
Wenn Talente sich antreiben
Kritik am Schweizer Einsatz gegen Piraten
Festnahmen und Verletzte in Griechenland
Lastwagen gerät in Pratteln in Brand
Kirchenbesetzer wollen ausharren
Bischof Koch sieht Zölibat nicht als Glaubensfrage
Ein digitaler Radio für alle Lebenslagen

Sieben Achtlinge feiern zehnten Geburtstag
Jede zweite Pensionskasse in Unterdeckung
Griechenland kommt nicht zur Ruhe
Mit Max Bill die Dinge einfacher und leiser machen

Malaysische Imame verbieten Yoga
Alle reden sich heraus – daran krankt Amerika

Obama hat sein Regierungsteam aufgestellt
Barak Obama will statt 2,5 nun 3 Millionen Jobs schaffen
Netanyahu, Livni und Barak kämpfen um jeden Sitz
Neun kopflose Leichen entdeckt,

Wo ist Vasanas Mutter?
Das grosse juristische Weihnachtsrätsel
60 Millionen Franken für Japans Wirtschaft

Auch Kanada hilft der Autoindustrie
UBS erhält Geld von Konkurrenz

Nur der Fiskus verdient an Rückgewähr
Ausfall-Riskio, kein Geheimnis mehr

Selbstmord eines Schülers schockt Säuliamt
Radaubrüder in Schlieren endlich gestoppt
Nummer verriet Lenker
Laster sprühte Funken
Küche in Flammen, Brand in Wohnhaus

Die russische Festung ist einnehmbar
Die Lieblingstänzerin von Stalin ist tot

Rollerfahrer auf Kreuzung verletzt
Erfolg dank starker Defensive
Angreifer Albrecht triumphierte als geschickter Taktiker

Erfolg – egal, wie breit und lang die Bretter waren

Zwei Verlorene in der Robidog-Schweiz
Solidarität unter jungen Globetrottern

Ich fühle mich erschlagen

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Pattis Adventskalender 22: Liebes Christkind II

22(Im Magazin des Tages-Anzeigers gibt es jeweils eine Kolumne über eine bekannte Persönlichkeit, welche  aufzählt, was sie mag und was sie nicht mag.  Die Beiträge lesen sich wie Wunschzettel ans Christkind. Und ganau dazu haben sie mich inspiriert. Gestern: Was ich mir wünsche)

2. Was ich mir NICHT wünsche:


Dass all meine Träume sich erfüllen,
dass wir weiter die Welt zumüllen,
dass Raser hinter Rasern rasen,
dass Kühe nicht mehr draussen grasen,
dass ich ein kleines Haustier kriege,
(pro Haushalt reicht schon eine Ziege)
dass Angst und Panik uns anleiten,
dass wir verlernen, uns zu streiten.
Ich wünsch mir nicht, dass Kinder leiden,
dass wir uns nur noch modisch kleiden,
dass wir nur noch englisch sprechen,
dass wir die Versprechen brechen,
dass uns ein Minarettchen stresst,
dass mich der Bärtige verlässt,
dass wir uns ein Auto kaufen,
dass sich Kinder nicht mehr raufen,
dass alles immer schneller geht,
dass man die ganze Welt versteht,
dass Raucher böse Menschen sind,
dass man schon alles darf als Kind,
dass immer nur die Stärkeren siegen,
dass schwarze Schafe Tritte kriegen,
dass meine Kurven tiefer hängen,
dass Unbegabte nicht mehr sängen,
dass man nur mit Erdöl feuert,
dass man die Welt mit Schwänzen steuert,
dass mein Körper expandiert,
dass die Wirtschaft ganz stagniert,
dass die AHV versagt,
dass man mir nur Nettes sagt,
und Rückenschmerzen, Rheuma, Gicht,
wünsch ich mir vom Christkind nicht.

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Pattis Adventskalender 21: Liebes Christkind I

211(Im Magazin des Tages-Anzeigers gibt es jeweils eine Kolumne über eine bekannte Persönlichkeit, welche  aufzählt, was sie mag und was sie nicht mag.  Die Beiträge lesen sich wie Wunschzettel ans Christkind. Und ganau dazu haben sie mich inspiriert. Morgen: Was ich mir nicht wünsche)

1. Was ich mir wünsche:

Ich wünsch mir, dass ich weiter schreibe,
dass das W-Lan des Nachbarn offen bleibe!
Ich wünsch mir Spass bei jeder Paarung
und eine Laser-Bart-Enthaarung.
Ich wünsch mir von den Schülern Ruhe,
für Reste eine Tiefkühltruhe,
‘ne Digi-Cam zum Filmchen Drehen,
Digi-TV zum Filmchen Sehen.
Ich wünsche mir mehr Sachverstand
beim Stimmenfang in unserm Land.
Ich wünsch mir, dass Mörgeli bald wieder tanzt,
und dass der Ueli gut konkordanzt,
dass die Banker aus Krisen lernen,
sich Putzfrau und Big Boss nicht zu weit entfernen,
dass Eltern die Kinder wirklich erziehen,
dass sie die Konflikt nicht einfach fliehen.
Ich wünsch mir zu fressen, ohne zu feissen,
und nach meiner Heirat noch gleich zu heissen.
Ich wünsch mir Räbebappe mit Speck,
einen Putzmann für den Dreck,
eine feucht-fröhliche Stille Nacht.
Ich wünsch mir mehr Frauen an der Macht.
Ich wünsch mir, dass Männer die Kinder gebören,
und monatlich Blut unter Schmerzen verlören.
Und meiner Freundin wünsch ich viel Kraft,
während der umständlichen Schwangerschaft.
Ich wünsche mir mehr Wärme, bloss
ohne CO2-Austsoss.
Ich wish Obama, that he can.
Ich wünsch mir ein eigens Wireless-Lan.
Ich wünsch mir, dass vieles so bleibt, wie es ist,
dass es mehr schneit und weniger pisst,
dass HarmoS wirklich harmonisiert,
dass Intergration integriert,
dass der Bärtige bald doktoriert,
dass mein Blog Leser generiert,
dass uns kein schlimmes Unglück passiert,
dass der Staat nicht zu wenig Steuern kassiert,
dass man die Managerlöhne halbiert,
dass Lara Gut weiterhin gut trainiert
und dass alles läuft wie geschmiert.
Und nach dem Stress ein kühles Bier,
Liebes Christkind, das wünsche ich mir.

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