Archiv für literarischer Adventskalender

Adventskalender

Bald klingen wieder keine Blogger-Glocken süsser als Pattis emPattische nimmer-SATt-tIeRISCHE Adventsbeiträge. Dieses Jahr wirds multimedial. Zur Einstimmung empfehle ich die Lektüre des letztjährigen Adventskalenders. Bitte jeweils laut mitsingen.
Gute Unterhaltung. Und nicht vergessen: Nur noch 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 Mal schlafen.

ADVENTSKALENDER  2008


1. Türchen

2. Türchen

3. Türchen

4. Türchen

5. Türchen

6. Türchen

7. Türchen

8. Türchen

9. Türchen

10. Türchen

11. Türchen

12. Türchen

13. Türchen

14. Türchen

15. Türchen

16. Türchen

17. Türchen

18. Türchen

19. Türchen

20. Türchen

21. Türchen

22. Türchen

23. Türchen

24. Türchen

Ende

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Pattis gesamter Adventskalender 2008

241Noch kein Jahres-, aber zumindest ein Monatsrückblick für den letzten Dezember: Die gesammelten satirischen Vorweihnachts-Gedichte als hypertextueller Adventskalender. Viel Spass.

1. Türchen

2. Türchen

3. Türchen

4. Türchen

5. Türchen

6. Türchen

7. Türchen

8. Türchen

9. Türchen

10. Türchen

11. Türchen

12. Türchen

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21. Türchen

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23. Türchen

24. Türchen

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Pattis Adventskalender 24: Stille Nacht

24
Stille Nacht, Heilige Nacht
Gottes Sohn, oh wie lacht!
Die Weisen haben Geschenke gemacht.
Die Hirten haben ein Ständchen gebracht.
Das Christuskind kriegt gar viel,
nur nicht das, was es will!

Stille Nacht, Heilige Nacht
Der erste Weise hat Myrrhe gebracht.
„Sorry, Weiser, was soll denn der Scheiss?
Warum bringst du mir keinen Gen-Technik-Mais?
Der nach der Verdauung im Leib
noch locker die Autos antreibt?“

Stille Nacht, Heilige Nacht
Der zweite Weise hat Weihrauch gebracht.
„Sag mir, dachtest du etwas dabei?
Rauch ist out und bringt nur CO2!
Steht dir nach Drogen der Sinn,
Bring mir doch ein Ritalin!“

Stille Nacht, Heilige Nacht
Der dritte Weise hat Gold ihm gebracht.
„Bei euch ist Verarschung wohl mit im Programm?
Das sind doch höchstens zwei, drei Kilogramm!
Die Grossbank kriegt in dieser Stund’
60 Milliarden vom Bund!“

.

Stille Nacht, Heilige Nacht
Ach, was haben wir gelacht!
Die Verslein sind nun zu Ende gebracht.
Wir sagen bye bye zu 2008.
Ich werde euch wieder erfreun’
Im Jahre 2009!

.
.
Allen fleissigen Blog-LeserInnen danke ich für die Treue, wünsche euch schöne Feiertage und einen guten Start im nächsten Jahr. Übrigens sind tränenschwere oder stressreiche Familienfeste meist ein Hort von Realsatire. Da braucht es mich gar nicht. Dazu gehören auch romantische Sprüche zum Jahreswechsel, wie die vom Bärtigen. Das ist aber eine andere Geschichte, welche im neune Jahre erzählt wird.
Alles Liebe
Patti on Tour

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Pattis Adventskalender 23: Schlagzeilen vom 22. Dezember

231

(Was meint die Presse kurz vor Weihnachten? In einem Experiment habe ich einem grossen Literaten nachgeeifert:  Karl Kraus war ein begnadeter Wiener Satiriker, welcher während des Ersten Weltkrieges Schlagzeilen und Zeitungsberichte zu zig-seitigen Mono- und Dialogen montierte.
Ähnliches habe ich mit den (praktisch unveänderten)  Schlagzeilen und Titeln aus dem gestrigen Tages-Anzeiger gemacht.  Von Weihnachtsstimmung keine Spur! Hier eine kleine Auswahl.)

Die irakische Ölstadt Basra strebt nach Autonomie!
Im Netz: Die wahre direkte Demokratie!

Internetsucht wird oft spät registriert!
Wenn Jugendliche gewalttätig ihre Eltern angreifen!
Die UBS-Tochter in Brasilien intigriert!
Frau verletzt auf Fussgängerstreifen!

Moskau: Verletzte bei Explosion!
Mit Pülverchen in der Gib-Gas-Region!
Autolenker getötet bei Frontalkollision!
Und plötzlich stoppt auch Fiat beinahe die Produktion!

Wie Schweizer Sportler erfolgreich rasen und fliegen!
Raser in Bülach erhält Fahrverbot!
Simon Ammann: Am weitesten fliegen,

aber dann beim Landen in Not!

Skifahren ist ökologischer als Fliegen!
Österreich: Skifahrer erleiden Lawinentod!
Bei Dachlawinen haftet der Eigentümer!
Swiss macht Flugplan um 2,5 % dünner!

Uni-Professorin für Geschlechterforschung!
Eine Frau gegen Männer, Macht und Moral!
SVP ruft vermehrt nach Ordnung!
Verletze beim griechischen Fanal!

Mit Feuerwerk und Flaschen gegen Polizei!
Luzerner Polizei auf Jungstier-Jagd!
Luzerner Bauern verdrecke Bäche!
Belgischer König führt Krisengespräche!
Sonntagsverkäufe: Keine Spur von Krise!
Die Bestien belauerten sich wie im alten Rom!
Hochnebelartige Wolken, Sonne und Bise!
Im Februar steigen die Preise beim Strom!

Palestinänser greifen mit Raketen Israel an!
Russland liefert Raketen an den Iran!
Schüler hat sich in Bonstetten das Leben genommen!
Friedenslicht aus Bethlehem angekommen!

.
.
.

.

.

und hier noch der Rest, ungereimt:

Mediziner aus dem Zürcher Oberland wegen Schändung verurteilt
Wenn Talente sich antreiben
Kritik am Schweizer Einsatz gegen Piraten
Festnahmen und Verletzte in Griechenland
Lastwagen gerät in Pratteln in Brand
Kirchenbesetzer wollen ausharren
Bischof Koch sieht Zölibat nicht als Glaubensfrage
Ein digitaler Radio für alle Lebenslagen

Sieben Achtlinge feiern zehnten Geburtstag
Jede zweite Pensionskasse in Unterdeckung
Griechenland kommt nicht zur Ruhe
Mit Max Bill die Dinge einfacher und leiser machen

Malaysische Imame verbieten Yoga
Alle reden sich heraus – daran krankt Amerika

Obama hat sein Regierungsteam aufgestellt
Barak Obama will statt 2,5 nun 3 Millionen Jobs schaffen
Netanyahu, Livni und Barak kämpfen um jeden Sitz
Neun kopflose Leichen entdeckt,

Wo ist Vasanas Mutter?
Das grosse juristische Weihnachtsrätsel
60 Millionen Franken für Japans Wirtschaft

Auch Kanada hilft der Autoindustrie
UBS erhält Geld von Konkurrenz

Nur der Fiskus verdient an Rückgewähr
Ausfall-Riskio, kein Geheimnis mehr

Selbstmord eines Schülers schockt Säuliamt
Radaubrüder in Schlieren endlich gestoppt
Nummer verriet Lenker
Laster sprühte Funken
Küche in Flammen, Brand in Wohnhaus

Die russische Festung ist einnehmbar
Die Lieblingstänzerin von Stalin ist tot

Rollerfahrer auf Kreuzung verletzt
Erfolg dank starker Defensive
Angreifer Albrecht triumphierte als geschickter Taktiker

Erfolg – egal, wie breit und lang die Bretter waren

Zwei Verlorene in der Robidog-Schweiz
Solidarität unter jungen Globetrottern

Ich fühle mich erschlagen

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Pattis Adventskalender 22: Liebes Christkind II

22(Im Magazin des Tages-Anzeigers gibt es jeweils eine Kolumne über eine bekannte Persönlichkeit, welche  aufzählt, was sie mag und was sie nicht mag.  Die Beiträge lesen sich wie Wunschzettel ans Christkind. Und ganau dazu haben sie mich inspiriert. Gestern: Was ich mir wünsche)

2. Was ich mir NICHT wünsche:


Dass all meine Träume sich erfüllen,
dass wir weiter die Welt zumüllen,
dass Raser hinter Rasern rasen,
dass Kühe nicht mehr draussen grasen,
dass ich ein kleines Haustier kriege,
(pro Haushalt reicht schon eine Ziege)
dass Angst und Panik uns anleiten,
dass wir verlernen, uns zu streiten.
Ich wünsch mir nicht, dass Kinder leiden,
dass wir uns nur noch modisch kleiden,
dass wir nur noch englisch sprechen,
dass wir die Versprechen brechen,
dass uns ein Minarettchen stresst,
dass mich der Bärtige verlässt,
dass wir uns ein Auto kaufen,
dass sich Kinder nicht mehr raufen,
dass alles immer schneller geht,
dass man die ganze Welt versteht,
dass Raucher böse Menschen sind,
dass man schon alles darf als Kind,
dass immer nur die Stärkeren siegen,
dass schwarze Schafe Tritte kriegen,
dass meine Kurven tiefer hängen,
dass Unbegabte nicht mehr sängen,
dass man nur mit Erdöl feuert,
dass man die Welt mit Schwänzen steuert,
dass mein Körper expandiert,
dass die Wirtschaft ganz stagniert,
dass die AHV versagt,
dass man mir nur Nettes sagt,
und Rückenschmerzen, Rheuma, Gicht,
wünsch ich mir vom Christkind nicht.

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Pattis Adventskalender 21: Liebes Christkind I

211(Im Magazin des Tages-Anzeigers gibt es jeweils eine Kolumne über eine bekannte Persönlichkeit, welche  aufzählt, was sie mag und was sie nicht mag.  Die Beiträge lesen sich wie Wunschzettel ans Christkind. Und ganau dazu haben sie mich inspiriert. Morgen: Was ich mir nicht wünsche)

1. Was ich mir wünsche:

Ich wünsch mir, dass ich weiter schreibe,
dass das W-Lan des Nachbarn offen bleibe!
Ich wünsch mir Spass bei jeder Paarung
und eine Laser-Bart-Enthaarung.
Ich wünsch mir von den Schülern Ruhe,
für Reste eine Tiefkühltruhe,
‘ne Digi-Cam zum Filmchen Drehen,
Digi-TV zum Filmchen Sehen.
Ich wünsche mir mehr Sachverstand
beim Stimmenfang in unserm Land.
Ich wünsch mir, dass Mörgeli bald wieder tanzt,
und dass der Ueli gut konkordanzt,
dass die Banker aus Krisen lernen,
sich Putzfrau und Big Boss nicht zu weit entfernen,
dass Eltern die Kinder wirklich erziehen,
dass sie die Konflikt nicht einfach fliehen.
Ich wünsch mir zu fressen, ohne zu feissen,
und nach meiner Heirat noch gleich zu heissen.
Ich wünsch mir Räbebappe mit Speck,
einen Putzmann für den Dreck,
eine feucht-fröhliche Stille Nacht.
Ich wünsch mir mehr Frauen an der Macht.
Ich wünsch mir, dass Männer die Kinder gebören,
und monatlich Blut unter Schmerzen verlören.
Und meiner Freundin wünsch ich viel Kraft,
während der umständlichen Schwangerschaft.
Ich wünsche mir mehr Wärme, bloss
ohne CO2-Austsoss.
Ich wish Obama, that he can.
Ich wünsch mir ein eigens Wireless-Lan.
Ich wünsch mir, dass vieles so bleibt, wie es ist,
dass es mehr schneit und weniger pisst,
dass HarmoS wirklich harmonisiert,
dass Intergration integriert,
dass der Bärtige bald doktoriert,
dass mein Blog Leser generiert,
dass uns kein schlimmes Unglück passiert,
dass der Staat nicht zu wenig Steuern kassiert,
dass man die Managerlöhne halbiert,
dass Lara Gut weiterhin gut trainiert
und dass alles läuft wie geschmiert.
Und nach dem Stress ein kühles Bier,
Liebes Christkind, das wünsche ich mir.

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Pattis Adventskalender 20: Die Weihnachtskatze

20Die Weihnachtskatze

Die Weihnachtskatze kommt
klein, kuschelig,
mit eingezogenen Krallen.

auf samtenen Pfoten
schleicht sie heran.
Warm und weich.

Dann zeigt sie,
viel später,
ihr wahres Gesicht.
Den hämmernden Schmerz.
Die Weihnachtskatze hat Durst.
Die Weihnachtskatze ist männlich.

Sie ist ein Kater.

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Pattis Adventskalender 19: Für mein Gottimeitli

19(Dieses Gedicht ist für mein allerliebstes Gottimädchen, an dessen heutigem Geburtstag ich leider nur virtuell teilnehmen kann, da eine Horde hungriger Volksbildhauer auf ihr wohlverdientes Weihnachtsessen wartet.
Meine kleine Nichte wird 5. Wenn ich in ihre Augen blicke, entdecke ich eine gehörige Portion Schalk, ihre Aussagen sind oft von so unvermittelter und ungewollter Poesie, dass es mich in meinem Herz berührt. Ich wünsche ihr, dass sie sie ihren Humor und ihre Liebswürdigkeit nie verliert, auch wenn sie unvermeidlicherweise älter und irgendwann erwachsen wird. Man verzeihe mir diese kleine Sentimentalität. Auch an mir geht die verzauberte Schneelandschaft, welche so viel mehr Weihnachtsstimmung verbreitet als alles Shopping-Center-Blinbling, nicht spurlos vorbei. Und ganz ironiefrei darf ich sagen, dass es ungeheuer gut tut, eine Familie und Freunde zu haben, die man liebt und die zurücklieben. Ein vorweihnachtlicher Dank an alle, die sich betroffen fühlen.)

Es schneielet, es beielet, d’Familie wartet gspannt,
De Samichlaus sött ändlich cho mit Nüss und allerhand.

Sie wartet au am 7. no, de Chlaus, de isch ned cho,
Und au am 8., 9., 10. isch är nonig do!

Am 19. denn, pöpperlets, „da muess de Chlaus si, dänk!“
Hei nei, de Storch, de isch es gsi, het gseit: „Do händer s’Gschänk!“

Es schneielet, es beielt, es isch de viert Advent,
All sind furchtbar ufgregt denn, und nur die Chli, die pennt.

Einzig wenn’s ad Milchbar goht, denn isch si wider do
Mischt, die schloht am Afang scho chli z’fescht de Gotte no!

Liebs Gottemeitli, los mir zue, sig doch ned allzu fräch!
Will s’heisst denn wider, ich seig schuld, und das wär doch es Päch.

Hesch wunderbari Eltere und Grosseltre dezue.
Do chan e sones Gotti dir ned allzu vill atue,

Du bisch ned nur es Ängeli, du hesch en stuure Grind.
Und denn erkänn ich mich i dir, wie’n’ ich gsi bi als Chind!

In Himmel chöme alli liebe Meitli einisch dri.
Doch merk du dir: die böse Meitli chömme überall hi!

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Pattis Adventskalender 17: Gedanken eines katholischen Priesters

17(Auf ausdrücklichen Wunsch des Bärtigen soll hier vermerkt werden: Es handelt sich um SATIRE.
Zur Melodie von „Was soll das bedeuten?“
)

Was soll das bedeuten?
Ich leb zölibatär!
Wenn bei mir die Glocken läuten,
Wird die Lage prekär!
Ich mach’s mir mit der Hand,
Sonst macht’s der Ministrant,
Und sonst wäre
Noch die Stelle
Der Pfarrköchin vakant!

Was soll das nun heissen?
Jetzt dürfte ich doch!
Das sagt mir zumindest der Herr Bischof Koch
Vorpriesterlichen Sex
Gibt es nur mit der Ex!
Denn die Weihe
Kriegt der Laie
Als Geschiedener dann doch!

Wer soll das verstehen?
Wer soll denn Priester sein?
Nach ein paar kaputten Ehen
Kriegst du locker den Schein!
Prediger braucht’s halt doch,
Sagt sich der Bischof Koch.
Und jetzt kauft er
Beni Turnheer
Als den Kanzel-Schnörri ein!

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Pattis Adventskalender 16: Oh Giezedann, oh Giezedann

16(Zur Melodie von „O Tannenbaum“)

Oh Schweizerin,
Oh Schweizermann
Wie grün ist die die Gesinnung!
Du grünst nicht nur, wenn es mal schneit
Nein, auch zur Stoss- und Arbeitszeit
Oh, Passagier,
ob Frau, ob Mann,
das drückt auf meine Stimmung.

Die SBB
versinkt im Schnee
und in den Passagieren!
Die Erste Klasse bleibt fast leer
Dafür füllt sie die Kassen sehr
Oh SBB
Wenn ich dies seh,
beginnt es mich zu frieren!

Oh Giezedann,
Oh Giezedann,
du könntest Hilfe leisten!
Statt nur die Strassen auszubau’n
Wo sich am Gotthard Trucker stau’n
Bau an der Bahn,
Oh Giezedann,
Es freute doch die meisten!

Oh Bastien,
Oh Bastien,
Du hast uns sehr verdrossen
Offroader fahr’n bei Schnee und Eis,
fahr’n ohne Strasse, ohne Gleis
Oh Bastien
du hesch etz gäng
uns diese Tür verschlossen!

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