Bild 1: ohne Schwein , ohne Grippe
Bild 2: mit Schwein, ohne Grippe
Bild 3: mit Schwein, mit Grippe (sieht irgendwie am sympathischsten aus)



Bild 1: ohne Schwein , ohne Grippe
Bild 2: mit Schwein, ohne Grippe
Bild 3: mit Schwein, mit Grippe (sieht irgendwie am sympathischsten aus)




(Was meint die Presse kurz vor Weihnachten? In einem Experiment habe ich einem grossen Literaten nachgeeifert: Karl Kraus war ein begnadeter Wiener Satiriker, welcher während des Ersten Weltkrieges Schlagzeilen und Zeitungsberichte zu zig-seitigen Mono- und Dialogen montierte.
Ähnliches habe ich mit den (praktisch unveänderten) Schlagzeilen und Titeln aus dem gestrigen Tages-Anzeiger gemacht. Von Weihnachtsstimmung keine Spur! Hier eine kleine Auswahl.)
Die irakische Ölstadt Basra strebt nach Autonomie!
Im Netz: Die wahre direkte Demokratie!
Internetsucht wird oft spät registriert!
Wenn Jugendliche gewalttätig ihre Eltern angreifen!
Die UBS-Tochter in Brasilien intigriert!
Frau verletzt auf Fussgängerstreifen!
Moskau: Verletzte bei Explosion!
Mit Pülverchen in der Gib-Gas-Region!
Autolenker getötet bei Frontalkollision!
Und plötzlich stoppt auch Fiat beinahe die Produktion!
Wie Schweizer Sportler erfolgreich rasen und fliegen!
Raser in Bülach erhält Fahrverbot!
Simon Ammann: Am weitesten fliegen,
aber dann beim Landen in Not!
Skifahren ist ökologischer als Fliegen!
Österreich: Skifahrer erleiden Lawinentod!
Bei Dachlawinen haftet der Eigentümer!
Swiss macht Flugplan um 2,5 % dünner!
Uni-Professorin für Geschlechterforschung!
Eine Frau gegen Männer, Macht und Moral!
SVP ruft vermehrt nach Ordnung!
Verletze beim griechischen Fanal!
Mit Feuerwerk und Flaschen gegen Polizei!
Luzerner Polizei auf Jungstier-Jagd!
Luzerner Bauern verdrecke Bäche!
Belgischer König führt Krisengespräche!
Sonntagsverkäufe: Keine Spur von Krise!
Die Bestien belauerten sich wie im alten Rom!
Hochnebelartige Wolken, Sonne und Bise!
Im Februar steigen die Preise beim Strom!
Palestinänser greifen mit Raketen Israel an!
Russland liefert Raketen an den Iran!
Schüler hat sich in Bonstetten das Leben genommen!
Friedenslicht aus Bethlehem angekommen!
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und hier noch der Rest, ungereimt:
Mediziner aus dem Zürcher Oberland wegen Schändung verurteilt
Wenn Talente sich antreiben
Kritik am Schweizer Einsatz gegen Piraten
Festnahmen und Verletzte in Griechenland
Lastwagen gerät in Pratteln in Brand
Kirchenbesetzer wollen ausharren
Bischof Koch sieht Zölibat nicht als Glaubensfrage
Ein digitaler Radio für alle Lebenslagen
Sieben Achtlinge feiern zehnten Geburtstag
Jede zweite Pensionskasse in Unterdeckung
Griechenland kommt nicht zur Ruhe
Mit Max Bill die Dinge einfacher und leiser machen
Malaysische Imame verbieten Yoga
Alle reden sich heraus – daran krankt Amerika
Obama hat sein Regierungsteam aufgestellt
Barak Obama will statt 2,5 nun 3 Millionen Jobs schaffen
Netanyahu, Livni und Barak kämpfen um jeden Sitz
Neun kopflose Leichen entdeckt,
Wo ist Vasanas Mutter?
Das grosse juristische Weihnachtsrätsel
60 Millionen Franken für Japans Wirtschaft
Auch Kanada hilft der Autoindustrie
UBS erhält Geld von Konkurrenz
Nur der Fiskus verdient an Rückgewähr
Ausfall-Riskio, kein Geheimnis mehr
Selbstmord eines Schülers schockt Säuliamt
Radaubrüder in Schlieren endlich gestoppt
Nummer verriet Lenker
Laster sprühte Funken
Küche in Flammen, Brand in Wohnhaus
Die russische Festung ist einnehmbar
Die Lieblingstänzerin von Stalin ist tot
Rollerfahrer auf Kreuzung verletzt
Erfolg dank starker Defensive
Angreifer Albrecht triumphierte als geschickter Taktiker
Erfolg – egal, wie breit und lang die Bretter waren
Zwei Verlorene in der Robidog-Schweiz
Solidarität unter jungen Globetrottern
Ich fühle mich erschlagen
Warum soll ich für Risikogruppen Krankenkassenbeiträge bezahlen? Ich war noch nie, noch NIE im Spital. Ausgenommen die Besuche bei meinen teuer kostenden Mitmenschen. Meine Franchise ist so hoch, dass ich den allzweijährlichen Check beim Onkel Doktor selber zahlen muss. Den Sex mit dem Zahnarzt bezahlt mir meine Krankenkasse eh nicht. Alle meine Freunde sind schlank. Alle meine Freunde treiben Sport. Alle meine Freunde hatten schon Achillessehnenrisse, Oberschenkelhalsbrüche, Doppelt verdrehte Knöchelbrüche, Nacken-Halsschleudertraumata, Pfeiffersches Drüsenfieber vom Horizontalsport, Lungen-, Milz-, Leber-, und Nierenrisse.
Ich bin unsportlich. Ich bin dick. Ich zahl doch, tamminomol, den bekloppten Kamikaze-Sportlern nicht ihren Rega-Flug und Spitalaufenthalt! So weit kommt’s noch.
Achtung: Satire! Mehr dazu (Klick) … Über mich (Klick) …
Im 20 Minuten gelesen: „Unser Gehirn bildet sich schon ab dem zarten Alter von 18 Jahren zurück. Dies besagt eine deutsche Studie.„
So weit, so gut. Sogar bereits mit fünf beginnt der Abbauprozess, zumindest was das photographische Gedächtnis angeht (Wer’s nicht glaubt, soll mal gegen einen Fünfjährigen im Memory-Spielen antreten). Wirklich brisant ist eher der nächste Abschnitt: “ … dass der Rückgang [...] bereits unmittlebar nach Abschluss der Pubertät eintritt. Untersucht wurden dafür Männer zwischen 18 und 51 Jahren ...“ Es handelt sich also um Männer (und erst noch um deutsche). Und für diese Erkenntnis wurde viel Geld in eine Studie gesteckt? Wir Frauen wussten es schon immer: Sobald beim Mann das Parterre möbliert ist, beginnt’s im Estrich zu fehlen. Wer will auch Treppen steigen, wenn die Freuden des Lebens doch viel weiter unten zu finden sind?
PS. Natürlich werden all die Studien, die nur an Männern durchgeführt werden (z.B. Rekrutenbefragungen) automatisch auch auf uns Frauen übertragen. Das erklärt vieles. Es ist vielleicht sogar für den schon so oft prognostizierten Untergang der Menschheit verantwortlich.
1
. Katatrophe:
Bist der Chef vom Schweizerheer,
Doch Schweigen sollst du nimmermehr,
Wenn der Nef die Frau fast tötet,
So, dass jedermann errötet!
Doch der Blick hat’s schon erahnt,
Dass sich ein Skandal anbahnt
In dem hehren Vaterland,
Beim obersten Armeevorstand
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2. Katastrophe
Kommst vom Morgenland daher,
Übers schöne Mittelmeer,
Du, so menschenfeindlicher, Libyer!
Verwahrst in dunklen Kerkerräumen
Schweizer, die vom Heimgehn träumen!
Doch die Calmy-Rey, die ahnt,
Dass sich ein Skandal anbahnt,
Hier, im hehren Vaterland
Gotseidank, ist die Gefahr gebannt
++++++++++++++++++++++++++++++++++++
3. Katastrophe
Rennst im Regennass daher,
Findest du das Tor nicht mehr!
Djourou, Gygax, Yakin, Sreller.
Auf das runde Ballgebilde
Trittst einfach viel zu milde,
Und der Beni Turnheer ahnt,
Dass sich ein Skandal anbahnt,
Im EU-freien Euroland.
Und Benis (Ex-)Frau sagt: Halt den Rand!
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
letzte Katastrophe
Fährst nach Genf und freust dich sehr,
Meinst, die Zölle gäbs nicht mehr,
Die Landwirtschaft: ein Tränenmeer!
Doch lasst die Bauern wieder sich erbauen
Die WTO hat uns ja rausgehauen!
Und die Doris Leuthard ahnt,
Dass sich ein Skandal anbahnt,
Doch noch bleibt uns der Verstand
Wir feiern heut ganz brav das hehre Vaterland!

Psssst. Ich verrate euch ein Geheimnis: Der Aargau ist schön. Bekannt als Wasserschloss führen uns seine Flüsse den Berner, Zürcher und Luzerner Urin zu. Nur stört uns das überhaupt nicht. Wir geben gerne noch den unsrigen dazu und schicken alles nach Basel. Ich wohne am Fluss. Er liegt tief in seinem Bett, geschwängert von unzähligen Bächen und Quellen schlängelt er sich satt und träge an der Stadt vorbei. Die Ufer sind von hohen alten Bäumen gesäumt. Jeden Abend fache ich an unserem privaten Grillplätzchen ein Feuer an, schmeiss mein Abendessen drauf und steige ins Wasser. Die grüne Wand beiderseits lässt vergessen, dass ich mich am Stadtrand befinde: Häuser und Fabrikschlote bleiben verborgen und lassen mich im Amazonas wähnen. Nur dass ich keine Angst vor Krokodilen und anderem Getier haben muss. Der Vorteil eines leicht überhöhten Fettgehaltes im Körper liegt in der Unsinkbarkeit. Die grasgrünen Frogs, ein 14.90-fränkges Generikum der unsäglichen Crocs, tragen das ihre zum Auftrieb bei. So liege ich auf dem Wasser, strecke alle Viere von mir, schliesse die Augen und lasse mich treiben. Unsinkable Patti. „HE!!! He, Sie!! Hallo? Haalloo! HAAALLLOO!!“ Ich blinzle, wende den Kopf, wer stört mich da in meinem Gedankenfluss? „Gottseidank, sie lebt noch! Nütferunguet!“ ruft da der besorgte Flussanstösser. Danke. Immerhin war’s nicht die Greenpeace, die mich ins Meer zurückschaffen wollte.
Was diese süssholzraffelnde Süsswassergesülze mit Salz auf meiner Haut zu tun hat? Das Salz klebt überall. Ich musste den ganzen Balkon damit bestreuen gegen die drohende Ameisenplage. Genützt hat’s nichts. Die Biester fressen das Zeugs.
Wo mein traumhaft schöner Flussabschnitt liegt? Pssst. Das ist ein Geheimnis.
Wer spielt noch so spät bei Nacht und Wind?
Die Tschütteler, die im Finale sind!
Es nahet der Abschied, es dürstet das Herz
nach Toren, nach Flanken, nach Fouls und nach Schmerz!
Die gelb-roten Karten, sie sind neu gemischt:
Es zeigt sich, ob Gold auf dem Felde besticht.
Spanien erzielt Torres, Fussballack schiesst,
derweil der Platini mit Plain beschliesst.
Drum prüfe, wer sich an die Euro bindet,
ob auch das Geld zum Gastgeber findet.
We are the champions, we are the champions
no time for thinking, just time for emotions
OLÉ!
I
m Zug Schaffhausen-Zürich, ein kahlgeschorener, tätowierter junger Mann spricht in sein mobiles Telefon: „Ne, du des glaubst du ned! Da isses so schön. Und die verdienen ja wie blöd, eh. Da kriegt sogar ne Bedienung 20 Franken auf die Stunde und sogar die ganzen Trinkgelder. Und die teilen das. Das ist voll so üblich, da kriegste dann mindestens 20 %. Und da hab ich echt die geilen Anstellungsbedingungen als Türsteher.“ Rechts ins Bild rückt der Rheinfall. Der Mann springt auf und klebt sich ans Fenster. „Was issen des? Wie geil ist das denn? Wie sowas von endgeil ist das denn? Des ist ja auch so schön hier überall. ….“ usw. Die Schweiz, das Land, wo Milch und Carlsberg fliessen?
Szenenwechsel: Hochzeitsparty eines Freundes, multikulturell und multinational in einem bekannten Club. Ich treffe einen Kroatin und frage voller Mitleid, was sie mit ihrer Mannschaft angestellt hat. Sie bricht spontan in Tränen aus. In meinem Eifer will ich sie trösten, sage tausend Dinge, umarme sie, flehe sie an, doch mit Weinen aufzuhören, es sei doch Hochzeit heute, sie heirate doch auch nächste Woche, erwidert sie schluchzend. Ich will das Thema wechseln: „Nun müssen wir sogar noch die Deutschen unterstützen, weil wir ja ein Türkentrauma haben.“
Plötzliche Stille. Die Musik hat aufgehört zu spielen. 40 Augenpaare und ein Mittelfinger blitzen mich an. „Das ist mein zukünftiger Mann“, sagt die Kroatin. „Eben musste ich beinahe unsere Hochzeit abblasen. Wegen der EM-bedingten Germanophobie unserer Schweizer Freunde.“ Kleinlaut erwidere ich, dass das Spiel 90 Minuten daure und am Ende die Deutschen gewinnen, doch da hört mir schon keiner mehr zu. Ich schleich mich. Raus und nach Hause.
Möglicherweise hatte ich doch „… die doofen Deutschen unterstützen …“ gesagt. Könnte sein. Wegen der Alliteration. Wie bei TürkenTrauma. Oder ganz einfach aus Gewohnheit.
Erlebe Emotionen. An das emontionale Vakuum nach Ausscheiden der eigenen Mannschaft wurde nicht gedacht. Wem gehört mein Herz? Den Deutschen? Den Türken?
Heute geh ich nach Basel. Du bist Deutschland. Vorbei am Security vor der Fanmeile. Du bist Deutschland. Vorbei am Migrospavillon mit der netten Bedienung. Du bist Deutschland. Vorbei an der Uni mit den kompetenten Professoren. Du bist Deutschland.
Und rein in die Dönerbude.