Archiv für April, 2009

Influenza H1N1

Bild 1: ohne Schwein , ohne Grippe
Bild 2: mit Schwein, ohne Grippe
Bild 3: mit Schwein, mit Grippe (sieht irgendwie am sympathischsten aus)

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schweinegrippe

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xSÜNDEr: Patti, die FastENDE

Vorher-Nachher. Aber Vorsicht: Nach dem Fasten ist vor dem Fast-Food.
Jä, jo, seufzt der Basler.  Jojo, seufzt Frau Basler.patti_vorher_nachher


Es ist vollbracht. Der Palmsonntag wedelte im frühlingshaft grünen Kleid das Ende der Fastenzeit ein. Meine Weltanschauung darf nun endlich wieder satirisch werden. Die letzten 40 Tage war sie so unpraktisch anorektisch.
Die letzten Tage hätten ein Fasten-Fest werden sollen, mein Körper eine Fasten-Festung, gewässsert, gegossen, schlank und rank wie eine Zierpflanze im Wassertank. Der Wassertrank liess mich auch tatsächlich vegetieren. Aber die Bewusstseinerweiterung kraft Speisezettelverschmälrung blieb aus.
Mein Gelegenheitslover, der Zahnarzt, zwang mich gezuckerten Vitaminsaft zu trinken, bevor er zur Sache ging. Er wollte verhindern, dass ich umkippte, wenn er seine grosse Spritze auspacken und mir mit voller Wucht ins geschundene Zahnfleisch rammen würde. Das Gegenteil war der Fall. Die Spritze wirkte nicht und ich schlug beim ersten Bohrerkontakt den neuen Zahnarztstuhl in Trümmer. Nachdem er dann zwei weitere Ladungen abgespritzt hatte, kam es endlich. Das Flash. Glückseligkeit. Der Mund blieb 24 Stunden taub.
Und danach: Das grosse Fressen. Das Fastenbrechen. Fressen bis zum Fast-Erbrechen.


37. Tag
Tagesbilanz:
Zu viel Speck am Leib: 26kg
Zum leiblichen Wohl: Wasser
Zur Leibesertüchtigung: Rücken-, Bauchmuskulatur-Training
Sünden: Der Schönheitsschlaf dauerte bis in die Mittagsstunden

38. Tag
Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 25kg
Zum leiblichen Wohl: Wasser, etwas Amalgam aus der alten Zahnfüllung
Zur Leibesertüchtigung: Rücken-,Bauchmuskulatur, Kampfsport im Zahnarztstuhl.
Sünden: Mein alljährlicher Oralsex mit dem Zahnarzt, der mehr und mehr sado-masochistische Züge annimmt.

39. Tag
Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 24,5kg
Zum leiblichen Wohl: Wasser
Zur Leibesertüchtigung: Rücken-, Bauch-, Bein-, Walking- (aber ohne Gehhilfen), und Velotraining. Quasi ein Triathlon mit Trockenschwimmen
Sünden: Ich fluchte, weil die Wasserkur gar nichts brachte und ich freute mich aufs Essen. Träumte von Kartoffeln und Teigwaren und überhaupt.

40. Tag
Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 24kg
Zum leiblichen Wohl: ESSEN. Richtiges, feines, göttliches Manna. Griechischer Salat, direkt vom Olymp! Feta-Käse! Oliven! Wahnsinn! Erdbeerjoghurt! Ratatouille! Tomatensauce!
Zur Leibesertüchtigung: Magen- und Darmmuskulatur übrstrapaziert. Das Monstrum von Home-Trainer, das die Nachbarn im Keller stehen haben, eigenhändig 4 Stockwerke nach oben geschleppt und während Giaccobo & Müller immer feste getreten.
Sünden: Die Sünden liegen vor allem in der Zukunft. Freuen wir uns auf die Ostereier und den liebgewonnenen, alten Jojo-Effekt. En Guete.

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xSÜNDEr mit Patti: FAST EiN TAGEBUCH 12

fasten_301Die Wasserkur

Beat Schlatter hat gerade mal 10Kilogramm abgenommen und das war den grössten Tageszeitungen des Landes eine Schlagzeile wert. Weichei. Nächste Woche werde ich mein Fastenopfer beenden und mehr Kilogramm verloren haben als die SP Wähleranteile. Trotzdem werde ich noch so aufgeblasen und übergewichtig sein, wie diese andere Partei. Nur dass ich zwischen meinem S und meinem P kein Volk, sondern nur schwabblige Manipuliermasse habe. Zugegeben, der Unterschied ist minim.
Was haben mir doch nicht all die gelegentlich fastenden Hausfrauen und Lifestyle-Tussis (Männer hatte es interessanterweise keine dabei) erzählt: Nach drei Tagen komme das High, es sei spirituell, meditativ, eine Bewusstseinerweiterung. Bisher habe ich herzlich wenig davon verspürt. Bisher habe ich auch nicht wirklich gefastet, sondern mich lediglich flüssig-vegan, kohlenhydrat- & eiweissfrei ernährt.
Wenn ich mich schon quäle, will ich aber zumindest den Rausch. Heute beginnt meine Wasserkur. Erlaubt ist: Wasser. Wasser mit Kohlensäure, Wasser mit Aroma, ungesüsster Tee, ungesüsster schwarzer Kaffee und vielleicht nehme ich noch Coke zero dazu.  Ein bisschen Lifestyle muss sein.

Ich melde mich, sobald ich das Flash verspüre. Schliesslich sind die wilden Jahre mit illegalem Drogenkonsum vorbei. Mal schauen, was die Gesundschrumpfung diesbezüglich zu bieten hat.

35. Tag
Tagesbilanz:
Zu viel Speck am Leib: 26kg
Zum leiblichen Wohl: egal, was es war, es war zu viel.
Zur Leibesertüchtigung: Rücken, Bauch, Beine trainiert
Sünden: Auch Gemüse kann man zu viel essen

36. Tag
Tagesbilanz:
Zu viel Speck am Leib: 26kg
Zum leiblichen Wohl: Gemüsesuppe mexikanisch
Zur Leibesertüchtigung: Rücken, Bauch, Beine
Sünden:
Irgendwie habe ich die Lust am Fasten verloren. Ich will was zu beissen. Ab morgen gibt’s Wasserkur.


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