Archiv für August, 2008

Das Wo? Das Wo? Das Wort

Kennst du die Sit die Situation,
dass du um Worte ringst,
nur stot stot stotternd keinen Ton
und keinen Satz rausbringst?

Das Wo? Das Wo? Das blöde Wort
es wie? Wie? Will nicht raus,
versteckt sich an geheimem Ort
in deinem Wörterhaus.

Du fi, du fändest es ja gleich,
Verfängst dich in Gedanken,
Durchsuchst den ei, den and Bereich
und ko und kommst ins Wanken.

So geht es mir, seit Stunden schon,
ich so, ich sa, ich suchte
Die Art! Die Ku! die Lation!
Wie ich sie ver verfluchte!

Die Dings, die Di, die Dichterin
ist nicht er haha haben!
auch sie si sieht nicht immer Sinn
in ihren Buch Buchstaben.

Drum sei getrost in deiner Sprach,
Sprachlos, Sprachlosigkeit
und sag: Ich ma, ich ma ma mach
in Ei Ei Eitelkeit
das so, das selb dasselbe nur
wi Pi Pa Po Pa Ti on Tour …

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Dumme sollen mehr bezahlen!

So steht’s in der Zeitung und so wird es von der Wirtschaft gefordert. Recht so. Dumme Studenten sollen den intelligenten das Studium finanzieren: Eselskappe aufsetzen und Ablass blechen. Schliesslich haben die Professoren mit den Dummen ja auch viel mehr Arbeit. Jeder weiss, wie intensiv all diejenigen Studierenden betreut werden, die nicht sofort alles kapieren. Vor allem dann, wenn 200 Leute im Hörsaal sitzen und ich schüchtern die Hand hebe und frage: „Entschuldigen Sie, ich komme nicht mehr mit, könnten Sie das bitte nochmals erklären?“ – „Von wo her soll ich es denn nochmals erläutern, seit wann kommen sie nicht mehr mit?“ – „Seit ungefähr 2 Monaten“ …
Das könnte man ja gleich mit dem wunderbaren Bologna-System koppeln. Für Brillianz gibts mehr Credits, für Dummheit werden Credits subtrahiert. Ganz hübsch, wie bei Harry Potter. Da müssen die Dummen dann so lange studieren, dass sie mit ihren vielen, vielen, vielen Semestergebühren locker selbsttragend werden und auch grad noch den ganzen restlichen Unibetrieb finanzieren.

Dumme sollen mehr bezahlen! Dicke sollen mehr bezahlen! Ausländer sowieso!

Und ich krieg ein Stipendium wegen der Minderheiten-Quote, als armes, ungebildetes, übergewichtiges, katholisches Mädchen vom Land.

…..

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Dicke sollen mehr bezahlen! Sicher?

Warum soll ich für Risikogruppen Krankenkassenbeiträge bezahlen? Ich war noch nie, noch NIE im Spital. Ausgenommen die Besuche bei meinen teuer kostenden Mitmenschen. Meine Franchise ist so hoch, dass ich den allzweijährlichen Check beim Onkel Doktor selber zahlen muss. Den Sex mit dem Zahnarzt bezahlt mir meine Krankenkasse eh nicht. Alle meine Freunde sind schlank. Alle meine Freunde treiben Sport. Alle meine Freunde hatten schon Achillessehnenrisse, Oberschenkelhalsbrüche, Doppelt verdrehte Knöchelbrüche, Nacken-Halsschleudertraumata, Pfeiffersches Drüsenfieber vom Horizontalsport, Lungen-, Milz-, Leber-, und Nierenrisse.

Ich bin unsportlich. Ich bin dick. Ich zahl doch, tamminomol, den bekloppten Kamikaze-Sportlern nicht ihren Rega-Flug und Spitalaufenthalt! So weit kommt’s noch.

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Aufruf zum Botellón!


Zweck: Gemeinsames Saufen

Wer: Alle, die Lust auf gemeinsames Saufen haben
Wo: Wiese beim Hinteren Weihermätteli in Vordemwald AG
Mitbringen: Pro Person ca. 2 Literflaschen Leitungswasser (kann an der Weihermätteliquelle nachgefüllt werden), ausserdem Robby-Dog-Säcklein für die eigenen Exkremente und einen Rucksack, um die Flaschen und andere Abfälle wieder mitzunehmen.
Wann: Dienstag, 2. Dezember, 08.30 (Wetterfeste Kleidung und Wanderschuhe mitnehmen)
Anreise: Zug, Postauto und dann ca. 5,4 Kilometer Fussmarsch durch Wald und Wiesen (Wanderkarte nicht vergessen!)

Wie: Total politisch korrekt. Esther Maurer wird eine Ansprache halten und Toni Brunner bringt den ersten Toast aus. Prost.

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Schlanke sind zickig

Dünne, schlanke Menschen sind doof. Weil sie immer Hunger haben und nur an ihren Salätchen knabbern, sind sie mies drauf und zickig. Ihr Immunsystem läuft auf Sparflamme, sie rauchen um ihr Gewicht zu halten und sie belasten dadurch unser Gesundheitssystem und die Krankenkassen. Dauernd frieren sie an ihre knochigen Hintern und man muss das Fenster schliessen, auch wenn es abscheulich stinkt im Raum. Stösst man versehentlich mit ihnen zusammen, hinterlassen sie blaue Flecken. Das gilt natürlich auch beim Sex. Da ihr Magen bis 15 Uhr leer bleibt, haben sie Mundgeruch. Sie sind launisch, eingebildet, oberflächlich und krankhaft auf Mode, Sport, ihren Körper oder andere Äusserlichkeiten fixiert. Sie sind überzeugt, dass Dicke faul, dumm und doof sind. Aber sie umgeben sich gerne mit dicken Freunden, damit sie attraktiver erscheinen. Und dann sagen sie Dinge wie: „Ach ja, weißt du, du hast ja ein soo liebes Gesicht, du bist nicht fett und hässlich. Aber ich, mein Got, ich pass nicht mehr in die Miss-Sixty-Jeans rein. Jetz muss ich dann bald Grösse 38 kaufen! Ich muss unbedingt abnehmen !“

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Dicke sind doof

Dicke, fette Menschen (BMI über 30) sind nicht nur unattraktiv. Sie sind auch dümmer, ungebildeter, fauler und verfressener als ihre schlanken Artgenossen. An ihrer Fettsucht lässt sich ihr geringer Durchhaltewillen ablesen. Sie sollten einfach abnehmen! Dass sie keinen Ehrgeiz haben und jede Anstrengung scheuen, versteht sich von selbst. Klar sind sie unsportlich und leiden öfter an Krankheiten als die dauerjoggenden Salatnaschhäschen. So belasten nicht nur den ÖV und Aufzüge (denk einer an das Gewicht!), sondern auch unsere Krankenkassen über Gebühr. Als sexy kann man die Fettklösse beim besten Willen nicht bezeichnen. Ob sie im Bett was taugen, möchte man lieber gar nicht erst herausfinden. Weil sie schwitzen, stinken sie auch überdurchschnittlich stark. Im Übrigen kommen sie einem dauernd in den Weg, fegen mit ihren überdimensionalen Hintern, Bäuchen oder Brüsten Blätter und Trinkflaschen vom Tisch, stolpern über Laptop-Kabel, weil sie nicht bis zum Boden sehen können … Selbstbewusst sind sie nicht, die Dicken. Woher auch? Eher leise und zurückhaltend. Dafür richtig lieb und gemütlich. Echt nett. Und meist haben sie schöne Augen. Das bezieht sich dann auch wirklich auf die Augen. Ehrlich.

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Nur für Lisa ;-)

Ich kenne eine, die heisst Lisa
sie ist, wie soll man sagen, eine Frau,
die zwar nie teilnahm an PISA.
Doch ich behaupte, sie ist ziemlich schlau.

Wie keine sonst mag sie mein Wort zu fassen!
Sie bleibt mir treu, wenn’s andre nimmer sind.
Doch eines muss man ihr halt lassen:
Sie het en cheibe huere herte Grind.

Der Grind, das Foto mag’s beweisen,
sieht manchmal auch recht gfürchig aus.
Doch niemals würd’ sie mich wegweisen
Ein Bett fand ich noch stets in ihrem Haus.

Wie kann ich es ihr jemals danken?
Es regnet und der Fluss lädt nicht zum Bade ein.
Vergessen sind die Grill- und Schwimm-Gedanken
Wieso könnt’ Petrus nicht voll Gnade sein?

Doch widme ich ihr diese Zeilen.
als ein ganz persönliches Geschenk
mög’ sie ein Weilchen bei dem Vers verweilen
und wissen, dass ich immer an sie denk!

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Bettgeschichten II: Zickenalarm


Das Vorspiel ist vorbei (Bettgeschichten I), nun muss die schwere Artillerie aufgefahren werden. Es steht 1:1.

Strategie 3: Das Reduit

Das Gesumm der Mückendame (es sind nur die Weibchen, die stechen, diese Scheisszicken) will nicht aufhören. Ich hol nochmals den Militärmückenspray des Bärtigen und spray mir unter Würgen meine spiessige Bettwäsche (Gruss an Gordon) ein. Dann zieh ich mich zurück ins Reduit. Ich fühle mich wie der Gotthard höchstpersönlich. Wie ein Alpenmassiv lagere ich still und starr, umhüllt von einer ätzend riechenden Decke. Aber halt! Der Feind könnte meinen geheimen Aufenthaltsort aufspüren und eindringen. Mich schaudert beim Gedanken, die Mücke miteingeschlossen zu haben. Ich muss dringend eine falsche Fährte auslegen. Licht an. Hose des Bärtigen runter. Wenn das keine Einladung an die Mücke ist. Ist es nicht. Nach einigen Minuten sticht mich das Vieh in die Nase. Der Futterplatz des Bärtigen war wahrscheinlich zu stark bewaldet für einen feindlichen Landeanflug.
2:1 für das Biest…
Strategie 4: Die Indifferenz-Stellung
Affen scheinen ja ganz gut mit Parasiten klarzukommen. Villeicht, weil sie nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Licht an. Ich such Oropax. Dauert etwa 20 Minuten. Da ich das Licht im Schlafzimmer nicht wieder ausgelöscht habe, versammeln sich die blutsaugenden Insekten und tanzen um die Lampe wie die Hexen um den Blocksberg. Mir egal. Ohrstöpsel rein. Decke drüber. Licht aus. Am nächsten Morgen verpenne ich und steh vier (!) Stunden zu spät auf. Wecker nicht gehört. Ich lass mich krank schreiben und zähl noch kurz die Stiche auf meinem geschundenen Körper.
17:1 für das Mistvieh.

ENDE

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Bettgeschichten I: Die Schöne und das Biest

Es herrscht Krieg. Stellungskrieg. Der Feind in meinem Bett will nicht nur meine nackte Haut, sondern den Austausch von Körperflüssigkeiten. Die Schlacht kann beginnen.

Strategie 1: Die Offensive
Endlich scheint mich der Schlaf zu überkommen, da spüre ich einen zart hingefächelten Hauch auf meiner Wange, begleitet von einem unzweideutigen Geräusch. Culex pipiensis (nicht wie der Name vermuten liesse, an meinem Pipi, sondern an meinem Blut interessiert). Es reicht, du verdammtes Biest, ich mach dich jetzt kalt. Licht an. Da sitzt sie, die Gemine Stechmücke, an der weissen Wand. Zu hoch, leider … Wie wärs, wenn ich vom Bett an die Wand springen würde? Kurz darauf liegt die Ikea-Lampe am Boden, ich sitz zwischen den Scherben und hab eine Beule am Kopf. Aber ich triumphiere! Denn an der Wand klebt nur noch ein schwarz-braun-roter Fleck. 1:0 für mich …
Strategie 2: Die Defensive
Gerade, als ich ins süsse Reich der Träume hinüberdrifte, kommt die Kollegin der Verschiedenen herangeschwirrt. Doch nun habe ich mich bewaffnet. Anti-Brumm. Das ist das Allerstärkste auf dem Markt, das brauchen wir sogar im Militär, hat mir der Bärtige versichert. Da hab ich natürlich unbedingtes Vertrauen. Die wissen ja, wie man mit blutsaugenden Parasiten umgeht, die vom Militär. Sie haben sogar den Krieg gegen die Zecken fast gewonnen. Ha! Da hast du, du 6-beiniges Monster. Das wird dich schon vertreiben! Ich spray mich ein. Hust. Röchel. Kotz. Ich schau mir die Etikette nochmals an. Das Zeugs wurde wahrscheinlich für Mücken entwickelt, um störende Menschen zu vertreiben und ich habs einfach falsch gelesen. Trotz Atemnot und Asthmaanfall bleib ich tapfer. Die Mücke allerdings auch. Ein Stich im rechten Oberarm. 1:1
Fortsetzung folgt

(In der nächsten Folge: Das Reduit und die Indifferenz-Stellung)

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Schrumpft nur das männliche Gehirn?

Im 20 Minuten gelesen: „Unser Gehirn bildet sich schon ab dem zarten Alter von 18 Jahren zurück. Dies besagt eine deutsche Studie.

So weit, so gut. Sogar bereits mit fünf beginnt der Abbauprozess, zumindest was das photographische Gedächtnis angeht (Wer’s nicht glaubt, soll mal gegen einen Fünfjährigen im Memory-Spielen antreten). Wirklich brisant ist eher der nächste Abschnitt: “ … dass der Rückgang [...] bereits unmittlebar nach Abschluss der Pubertät eintritt. Untersucht wurden dafür Männer zwischen 18 und 51 Jahren ...“ Es handelt sich also um Männer (und erst noch um deutsche). Und für diese Erkenntnis wurde viel Geld in eine Studie gesteckt? Wir Frauen wussten es schon immer: Sobald beim Mann das Parterre möbliert ist, beginnt’s im Estrich zu fehlen. Wer will auch Treppen steigen, wenn die Freuden des Lebens doch viel weiter unten zu finden sind?

PS. Natürlich werden all die Studien, die nur an Männern durchgeführt werden (z.B. Rekrutenbefragungen) automatisch auch auf uns Frauen übertragen. Das erklärt vieles. Es ist vielleicht sogar für den schon so oft prognostizierten Untergang der Menschheit verantwortlich.

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