Traumtagebuch

Ich wusste, dass ich sie retten musste. Die Kinder starrten vor Schmutz und befanden sich in einem jämmerlichen Zustand der Verwahrlosung. Der Junge sprach nicht, sondern stand nur verloren da in seiner zerrissenen Kleidung. In des Mädchens linkem Ohr, dessen Innenraum die Ausmasse einer Mundhöhle annahm, sass dicker, gelber Schmalz. Seltsamerweise war es hell in der Ohrmuschel, so dass ich die vielen Tiere (Spinnen, Tausendfüssler und Kakerlaken), welche sich darin tummelten und sich hinter den Schmalzmassen versteckten, gut erkennen konnte.

Die Flucht war hektisch und führte durch geheimnisvolle Türen und Gänge, über Treppen und Stege, es knarrte und knackte, alles war seltsam vertraut und fremd. Ein süsses Ziehen, wie Sehnsucht, wie aufkommendes Weinen machte sich breit in meinem Hals, in meinem Rachen, begleitet von diesem Geruch, der Gefahr und Männlichkeit verhiess. Benzin, Schmieröl, Tiefgarage.

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Bild: http://duluxe.unblog.fr/files/2007/05/peur.jpg

Sags in Deinen Worten.