Mai 19, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged Alltag, gynäkologie, humor, körperöffnung, oralsex, rote zora, satire, sex, studium, zahnarzt, zahnmedizin

… das wäre dann oralsex. versteht sich. nun, beginnen wir doch, wie bei jeder geschichte, beim anfang. als kind vom lande verband ich mit …-ic-namen nur zwei dinge: die rote zora und zahnärzte. beides verhiess in meinen augen ein aufregendes leben. wie der zufall es wollte, habe ich heute, wo man vor allem von der diskriminierung von menschen mit …-ic-namen spricht, einen zahnarzt, dessen name genau so endet. was er mit der roten zora sonst noch gemein hat? er eforscht höhlen und alte ruinen, stochert in stinkenden löchern und klaut den studenten das geld aus der tasche. das hat er allerdings auch mit dem gynäkologen gemeinsam. und beide berufsgattungen scheinen kleinere kommunikatonsprobleme zu haben: da liegt man nun mit gespreitzten beinen oder gspreitztem kiefer auf dem schragen. man ist, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, zum zerreissen gespannt. der jeweilige arzt beginnt die entsprechende körperöffnung mit instrumenten und bestecken zu füllen. ich bin sicher, dass hier ein internationales wettrennen zwischen zahärzten und gynäkologen im gange ist. auf kongressen erzählen sie sich dann gegenseitig: “ja, du, stell dir vor, da hab ich tatsächlich nebst dem stetoskop, zwei klammern, einem absaugschlauch und meinem unterarm noch ein halbes kilo watteröllchen reingepackt!”-”das ist noch gar nichts. ich hab bei meiner patientin, nur mal zum schauen, obs geht, noch den rasenmäher parkiert!”zurück in der praxis, bei der gespreizten patientin. hier beginnen sie, äusserlich souverän, aber im grunde total ubeholfen, von den betroffenen körperöffnungen abzulenken. “ja, frau meier, waren sie schon in den ferien heuer, das ist übrigens ihre gebärmutter, an welcher ich hier zerre, das wetter könnte wirklich besser sein, ein urlaub wär nicht shlecht, ihre eierstöcke fühlen sich etwas verspannt an, wohin fahren sie denn nun in die ferien?” oder, heute so gschehen, im mund eine immense altmetallsammelstelle: “frau meier, wissen sie, schön, dass sie auch studieren, sie sollten zahnmedizin studieren, würde ihnen das gefallen? sie könnten bei mir ein praktikum machen. Hä? SAGEN SIE??? WüRDE ES IHNEN GEFALLEN? HABEN SIE MICH VERSTANDEN??“ja, hab ich, du idiot, aber wie soll ich dir mit 3 kilogramm metall im mund klarmachen, dass ich nicht im geringsten daran interessiert bin, anderen leuten in ihrer geröllhalde herum zu graben?
beim schreiben dieser zeilen wird mir bewusst, dass dieser blog schon viel zu lange ist. das alte dilemma: frau will sich den frust von der seele reden (schreiben) und für oralsex reichts nicht mehr. dazu kommen wir später. vielleicht.
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Mai 1, 2008
· Gespeichert unter Uncategorized · Tagged 1. Mai, Alltag, BMW, Burn out, Demonstration, Hells Angels, humor, Katholiken, Kinderarbeit, Lehrer, Pädophile, Priester, satire, Schule

Heute feiert sich das Proletariat. Die Dummen und die Faulen, die es zu nichts gebracht haben, lassen ihrer Wut über sich selbst freien Lauf. FCZ-Fans, die sich immer noch als Underdogs der Nation verstehen. Linke, bei denen es sonst so grauenhaft verkrampft und intellektuell zugeht. Niemand hiess sie, die verarmten Akademiker, ein Phil I -Studium absolvieren. Im besten Fall ist man danach ein besserer Mensch. Im schlechtesten Fall wird man Lehrer. Und als solcher ist man das ganze Jahr der Prügelknabe. Da greift der Herr Sommeregger gerne mal selber zum Ziegelstein. Denn der Sohn vom BMW-Garagen-Besitzer hat ihn so dermassen ausgebrannt, dass Herr Sommeregger jetzt psychiatrische Hilfe braucht, den Lehrerberuf am liebsten an den Nagel und sich selbst beinahe ins Treppenhaus gehängt hätte. Ja, Herr Sommeregger, in unserer liberalen Welt ist man selber schuld, wenn man zu wenig Geld verdient, um selbst einen teuren BMW zu fahren.
Nur dieses Jahr bewachen leider die Hells Angels die BMW-Garage. In der linken Hand einen vom Aussterben bedrohten Cervelat in der rechten ein anderes Phallus-Symbol: Eine Waffe, eine Maschine, eine Frau.
Und Sommeregger steht da mit seinem Ziegelstein. Er sieht sie, die bärenstarken Männer, die glänzenden Maschinen. Und plötzlich bleibt die Zeit stehen. Er sieht sich selbst: Easyrider, er, Sommeregger und die grosse Freiheit, wie er nach Westen fährt, in den Sonnenuntergang. Noch bevor sein Finger das glänzende Metall berührt, das zu streicheln er vorhat (den Ziegelstein in der Hand hat er komplett vergessen), hämmert ein Gummiknüppel auf seinen Schädel.
Krankgeschrieben für zwei weitere Wochen. Hallelujah!
Dass Auffahrt und der erste Mai dieses Jahr zusammenfallen, scheint Programm zu sein. Die einen lassen Christus, die anderen die längst tote Arbeiterbewegung auferstehen.
Während in den protestantischen Städten die rote Fahnen, blutige Fäuste und das Arbeitsethos hochgehalten werden, bereitet sich der katholische Pfarrer auf den Auffahrtsgottesdienst vor. Ein katholischer Pfarrer hat weder versteckte Kinder noch Leichen im Keller. Nein, er hat Ministranten in der Sakristei und das reicht ihm auch völlig. So gesehen ist der erste Mai auch der Tag der Kinderarbeit.
Sie defilieren am Umzug, sie predigen im Iran, sie nähen CS-Bälle in Pakistan, sie trainieren in China für Olympia 2020, sie spazieren nicht nur als psychologische Betreuer mit den Fussballern aufs Feld, nein sie stehen diesen auch in der Garderobe dann und wann zur Verfügung, sie sorgen dafür, dass unfähige Lehrpersonen abgesetzt werden, sie veränderten am 1.Mai das Stadtbild und betätigen sich auch noch gleich als Handy-Kameramann.
Man sieht sich auf youtube. Und für den pädophilen Priester hat’s sicher auch noch was im Netz! Amen.