Bälle aus Pakistan? Unerhört!
10 vor 10 hat es berichtet und auch andere empörte Medienschaffende: “Fussbälle für die Gratis-Aktion der CS wurden in pakistanischen Dörfern auch von Kindern genäht. Sie erhielten ganze 39 Rappen pro Ball.”
Das ist wirklich ein Frechheit! Pakistanische Kinder nähten für 39 Rappen Fussbälle! Man stelle sich vor! Ungeheuerlich!
Die CS hätte doch wirklich im Moment andere Sorgen als Geld für Bälle auszugeben. Nach der Kreditkrise hätte ich als Aktionärin erwartet, dass nun ein bisschen sparsamer umgegangen wird. Die 39 Rappen pro Ball hätten auch anders investiert werden können. Das sollten auch die pakistanischen Kinder verstehen.
Masslos und gierig verlangen sie Geld für das Nähen der Bälle. Derweil sich hier in der Schweiz die Kinder darum reissen, mit einem grossen M auf dem Rücken für die EM arbeiten zu können. Gratis und franko leisten sie psychologische Betreuungshilfe, indem sie die grossen Buben am Händchen aus der Gerderobe führen. Da könnten sich die pakistanischen Kinder ein Beispiel nehmen. Eine Ehre ist das, wenn man für ein solches Turnier Bälle nähen darf!
Es wäre angebrachter gewesen, wenn europäische Kinder diese Arbeit übernommen hätten. Zum Beispiel portugiesische Mädchen, die haben besonders kleine, feine Fingerchen um die Fäden durch die schmalen Nadelöhre zu führen.
Und vor lauter portugiesischer Empörung würde die Schweiz vielleicht sogar gewinnen. Beim Tschutten zumindest.
menalie sagte,
April 22, 2008 @ 3:52 Uhr nachmittags
das ist einfach nur erbärmlich was du da schreibst….ich würd mich schämen an deiner stelle….das ist noch nicht einmal nur ein fünkchen witzig!!!
patti7on7tour sagte,
April 22, 2008 @ 6:28 Uhr nachmittags
liebe menalie (oder anna müller?)
meine blogposts sind im grossen und ganzen reine satire. …
es gibt verschiedene möglichkeiten, die ungeheuerlichkeiten und ungerechtigkeiten dieser welt zu verarbeiten. man kann alles negieren und sich in religionen oder atheismus flüchten. man kann keine zeitungen mehr lesen. man kann heuchlerisch sein und keine cs-bälle annehmen, dafür t-shirts tragen, die in chinesischer, thailändischer oder indischer kinderarbeit genäht wurden. man kann an der welt verzweifeln.
man kann sich aber auch eingestehen, dass man genauso ein teil dieses ausbeuterischen systems ist und mitschuld, zumindest aber mitverantwortung trägtf ür unsere welt und dafür, wie sie funktioniert.
ich weiss, dass ich meine hände nicht in unschuld wasche. irgendwie muss ich das verarbeiten. und ich tu es auf die einzige mir mögliche art: mit humor.
und wenn ich damit eine diskussion bewirke, habe ich bereits etwas erreicht. danke fürs aufmerksame lesen! (und dieser dank ist ausnahmsweise nicht ironisch
Prügelt die Lehrer: Herr Sommeregger am 1. Mai « Patti7on7tour’s Weblog sagte,
Mai 2, 2008 @ 7:26 Uhr nachmittags
[...] die Lehrer: Herr Sommeregger am 1. MaiNo liz, No SexBälle aus Pakistan? Unerhört!Wann wird mal wieder [...]
Karin sagte,
Mai 20, 2008 @ 12:07 Uhr nachmittags
Sowas kann man sich hier gar nicht vorstellen. Im moment läuft eine Blogger-Aktion gegen Kinderarbeit: http://www.source-werbeartikel.com/blog/stopp-kinderarbeit-bloggen-fuer-kinder-in-not-2008-05-03/
Eine Werbeartikel-Firma möchte hier aktiv helfen indem Sie für jeden Blogger der über die Aktion berichtet 10€ an das Projekt “Stopp Kinderarbeit - Schule ist der beste Arbeitsplatz” spendet. Vielleicht wär das ja was für dich.
Meiner Meinung nach wird gerade von Unternehmen viel zu wenig getan auf dem Gebiet, daher find ich das echt Vorbildlich.