Pattis Adventskalender 2009

Gesamter emPATTIscher,
nimmer-SATt-tIERISCHER,
LITTER-arischer Adventskalender.
(Bitte auf die Türchen klicken).

  1. Türchen (POT-Cast: Couchepin)
  2. Türchen (POT-Cast: Muezzin)
  3. Türchen
  4. Türchen
  5. Türchen
  6. Türchen (POT-Cast: Sankt Nikolaus)
  7. Türchen
  8. Türchen
  9. Türchen
  10. Türchen
  11. Türchen
  12. Türchen
  13. Türchen
  14. Türchen
  15. Türchen
  16. Türchen
  17. Türchen (POT-Cast: Advent)
  18. Türchen
  19. Türchen
  20. Türchen
  21. Türchen (POT-Cast: Kling, Kasse, Klingelingeling)
  22. Türchen
  23. Türchen
  24. Türchen

Adventskalender 2008


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Adventskalender 24. Türchen

Stille Nacht, heilige Nacht

Stille Nacht, heilige Nacht
niemand schläft, alles wacht.
Schliesslich wurden Geschenke gemacht
und Gedichtlein ausgedacht.
Man spricht dem Alkohol zu.
Nichts mit himmlischer Ruh’.
Nichts mit himmlischer Ruh.

Stille Nacht, heilige Nacht
Vater schon, o wie lacht,
er hat sich hinter die Bar gemacht.
Das hat ihn zum Politisieren gebracht.
Er dröhnt sich langsam zu.
Die Mutter sagt:
“Gib endlich Ruh’!“

Stille Nacht, heilige Nacht
Spielzeug schon kaputt gemacht.
Der Weihnachtsbaum ist zu Boden gekracht,
der Brand war schneller gelöscht als entfacht.
Gerettet wurde das Haus,
nur die Familie brennt aus.-

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Adventskalender 23. Türchen

Patti errotend im Geschneck

Die gute Patti on Tour hat tatsächlich ihren tägliche Advents-Beitrag vergessen. Dafür hat sie Fisch gekocht für Kollegen. Und Geschenke eingepackt. Obwohl wir uns eigentlich ja nichts schenken. Denn heute, heute kriegt man überhaupt grad gar nichts mehr geschenkt. Da kann die Dichterlaune abhanden kommen, sie geht verloren irgendwo zwischen Geschenkbändeli und weihnächtlich bedrucktem Geschenkpapier. Überhaupt die Geschenke. Ich vertipp mich dauernd bei diesem Wort. Schreibe: Geschneke. Klingt wie Geschnecke. Als würde es mich anschneckeln. Aaschnäggle. Das ist pseudo-höfliches Kindergarten-Schweizerdeutsch für Anscheissen. Ankacken. Die Geschneke liegen unter dem Baum. Das wär dann höflich für: Dieser ganze Mist, diese ganze verkackte Scheisse liegt unter dem Weihnachtsbaum. So eine schöne Bescherung. (Und jetzt, jetzt fühl ich mich gard so ein bisschen wie Michèle Roten).

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Adventskalender 22. Türchen

Es schneielet, es beielet

Es schneielet, es beielet, es goht en herte Wind,
de chalti, unerbittlich Wind, de blost vo Oscht, mis Chind.

Ned öppe, wil e Biise eifach halt vom Oschte zischt
und au ned wäg em böse Russ, ned wäg em Islamischt.

De Wind, mis Chind, de blost vo Oschte, uf de Charte gsähchts
au jedes Chind: De Oschte, de lit uf de Charte rächts.

De Wind, mis Chind, de blost ned duss: Er blost i eusem Chopf
und blost eus Angscht und Panik i. Die hett eus scho am Schopf:

“Di Lingge, Nätte und Naive merke ned, was lauft,
si hätte d’Heimat längschtens scho a Frömdi usverchauft!

Jugendgwalt und Kuschelschuel, Raser, Minarett:
das alles macht eus d’Schwiz kaputt, wenn’s bi eus zvill hett!

Mer cha bi eus jo nümm uf d’Stross, es isch doch eifach wohr,
hinter jedem Baum und Busch luscht scho e schlimmi Gfohr!”

Los zue, mis Chind, doch glaub ned alls, bliib cool, b’halt ruehig Bluet,
denn wämmer würkli ehrlich sind, goht’s eus doch zimmli guet.

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Adventskalender 21. Türchen

Kling, Kasse, Klingelingeling

Für alle, die ein schlechtes Gewissen haben, weil sie nicht gar so viel gespendet haben bei der Aktion “Jeder Rappen zählt”.

Kling, Kasse, Klingelingeling
Kling, Kasse, Kling

7 Millionen Franken,
gespendet, wie sollen wir’s jemals danken?
Zwar weniger als die Boni von Banken,
das bringt unsern Spender-Stolz
nicht ins Wanken
Dankbar sollen die Negerlein nicken,
wenn wir die Moskito-Netze schicken!
Die sind zwar nach ein paar wenigen Wochen zerrissen
ganz bleibt nur unser gutes Gewissen
den weissen Bezug vom Ruhekissen
wissen wir als als weiss bewestete Fahne zu hissen
Kling, Kasse, Klingelingeling
Kling, Kasse Kling

7 Millionen Franken verglichen
mit dem, was die Banken vom Staat einstrichen ..
Was wars noch? 60 Milliarden?
verdirb nicht die Freude,
feuern wir die Petarden
es lebe unser gutes Herz
südwärts geht’s südwärts,
südlicher als nach Libyen wie Merz
wir woll nicht die Macht
des Ghadaffen stählen
nein, Afriaks tiefste, nacht-
schwarze Seelen.
woll’n wir zur Rettung auserwählen
denn jedes gerettete Kinderlachen
wird uns zum minderen Sünder machen
es singen der Richie, der Stern und Seven
and we are buying a stairway to heaven
jeder Lappen zählt, Jeder Rappen zäht

Kling, Kasse, Klingelingeling
Kling, Kasse Kling

Mit 7 Millionen,
könnten Obdachlose wohnen
gäb’s an Lebens-Endstationen,
grünen Speck mit Bohnen
mit 7 Millionen,
könnt ich dies Gedicht vertonen
Berlusconi könnt sich klonen
um sein Botox-Gesicht vor Dom-Kanonen
zu schonen

7 Millionen würden reichen
um 10 000 Missen die Zähne zu bleichen
oder um gegen den Einheitsbrei
schon ab morgen
für ein abwechslungsreicheres DRS3-
Programm zu sorgen

Kling, Kasse, Klingelingeling
Kling, Kasse Kling

Es steht nicht an zu fragen
wir können uns nicht beklagen
wir haben ja Afrikas Lasten zu tragen
was kümmert uns Klima-Kopenhagen
die Spenden sollen es lauthals sagen
wir sind tolle Wohltäter mit vollem Magen

die wohlwollend
nach noch mehr Spenden jagen
soll keiner zu kritisieren wagen
auch wenn wir in diesen heiligen Tagen
das Christkind Rappen-hagelnd erschlagen.

Kling, Kasse, Klingelingeling
Kling, Kasse Kling

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Adventskalender 20. Türchen

Es schneielet, es beielet:
der Schnee ist ein Gedicht!
(drum braucht’s mich nicht und ausserdem
geht Nachabrs W-Lan nicht).

Dafür aber der Song (oder zumindest der Text) zum Wetter:

White

Hurry up the red light’s changing and every second the cars are moving
you should not be late.
yield the system, hurry up the red light’s changing and every second the bus is stopping
and you have a date

I cannot imagine, that a time will come,
when I don’t have to run and hurry up

The snow is falling softly on the ground
the weather is calling the world to calm down

Hurry up and hurry ever, don’t mind the others,
life’s not forever make it fast and last
yield the system hurry up, don’t ask for reasons,
cause there is no time for answers
your schedule will blast

I cannot imagine, that a time will come,
when I don’t have to run and hurry up

The snow is falling softly on the ground
the weather is calling the world to calm down

Hurry up there is a direct to catch and enter
and look out the planes are flying by
yield the system
hurry up your life is changing
and every second your blood stops running
(and) your pulse will die

I cannot imagine, that a time will come,
when I don’t have to run and hurry up

The snow is falling softly on the ground
the weather is calling the world to calm down

Patti@Equniox-music.ch

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Adventskalender 19. Türchen

Ferien

Kopf  lüften,

ausruhn,

schlafen,

Morgen mehr.

Bis dahin: Viel Zeit, um die anderen 18 Türchen zu lesen, schauen, hören:

  1. Türchen (POT-Cast: Couchepin)
  2. Türchen (POT-Cast: Muezzin)
  3. Türchen
  4. Türchen
  5. Türchen
  6. Türchen (POT-Cast: Sankt Nikolaus)
  7. Türchen
  8. Türchen
  9. Türchen
  10. Türchen
  11. Türchen
  12. Türchen
  13. Türchen
  14. Türchen
  15. Türchen
  16. Türchen
  17. Türchen (POT-Cast: Advent)
  18. Türchen

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Adventskalender 18. Türchen

Gastblogger Brecht

Heute erfreue ich die treue Leserschaft mit einer etwas längeren Geschichte. Denn die meisten haben jetzt Ferien und könnten theoretisch zurücklehen, wenn da nicht all die vorweihnächtlichen Zwänge, Termine, Besorgungen wären. Ein guter Zeitpunkt, um etwas demütiger zu werden und eine Geschichte zu lesen aus Chicago, 1908. Nicht aus meiner Feder, sondern aus der von Berthold Brecht.

Das Paket des lieben Gottes

Berthold Brecht

Nehmt eure Stühle und eure Teegläser mit hier hinter an den Ofen und vergeßt den Rum nicht. Es ist gut, es warm zu haben, wen man von der Kälte erzählt.

manche Leute, vor allem eine gewisse Sorte Männer, die etwas gegen Sentimentalität hat, haben eine starke Aversion gegen Weihnachten. Aber zumindest ein Weihnachten in meinem leben ist bei mir wirklich in bester Erinnerung. Das war der Weihnachtsabend 1908 in Chicago.

Ich war anfangs November nach Chicago gekommen, und man sagte mir sofort, als ich mich nach der allgemeinen Lage erkundigte, es würde der härteste Winter werden, den diese ohnehin genügend unangenehme Stadt zustande bringen könnte. Als ich fragte, wie es mit den Chancen für einen Kesselschmied stünde, sagte man mir, Kesselschmiede hätten keine Chance, und als ich eine halbwegs mögliche Schlafstelle suchte, war alles zu teuer für mich. Und das erfuhren in diesem Winter 1908 viele in Chicago, aus allen Berufen.

Und der Wind wehte scheußlich vom Michigan-See herüber durch den ganzen Dezember, und gegen Ende des Monats schlossen auch noch eine Reihe großer Fleischpackereien ihren Betrieb und waren eine ganze Flut von Arbeitslosen auf die kalten Straßen.

Wir trabten die ganzen Tage durch sämtliche Stadtviertel und suchten verzweifelt nach etwas Arbeit und waren froh, wenn wir am Abend in einem winzigen, mit erschöpften Leuten angefüllten Lokale im Schlachthofviertel unterkommen konnten. Dort hatten wir es wenigstens warm und konnten ruhig sitzen. Und wir saßen, so lange es irgend ging, mit einem Glas Whisky, und wir sparten alles den Tag über auf dieses eine Glas Whisky, in das noch Wärme, Lärm und Kameraden mit einbegriffen waren, all das, was es an Hoffnung für uns noch gab.

Dort saßen wir auch am Weihnachtsabend dieses Jahres, und das Lokal war noch überfüllter als gewöhnlich und der Whisky noch wässeriger und das Publikum noch verzweifelter. Es ist einleuchtend, daß weder das Publikum noch der Wirt in Feststimmung geraten, wenn das ganze Problem der Gäste darin besteht, mit einem Glas eine ganze Nacht auszureichen, und das ganze Problem des Wirtes, diejenigen hinauszubringen, die leere Gläser vor sich stehen hatten.

Aber gegen zehn Uhr kamen zwei, drei Burschen herein, die, der Teufel mochte wissen woher, ein paar Dollars in der Tasche hatten, und die luden, weil es doch eben Weihnachten war und Sentimentalität in der Luft lag, das ganze Publikum ein, ein paar Extragläser zu leeren. fünf Minuten darauf war das ganze Lokal nicht wiederzuerkennen.

Alle holten sich frischen Whisky (und paßten nun ungeheuer genau darauf auf, daß ganz korrekt eingeschenkt wurde), die Tische wurden zusammengerückt, und ein verfroren aussehendes Mädchen wurde gebeten, einen Cakewalk zu tanzen, wobei sämtliche Festteilnehmer mit den Händen den Takt klatschten. Aber was soll ich sagen, der Teufel mochte seine schwarze Hand im Spiel haben, es kam keine reche Stimmung auf.

Ja, geradezu von Anfang an nahm die Veranstaltung einen direkt bösartigen Charakter an. ich denke, es war der zwang, sich beschenken lassen zu müssen, der alle so aufreizte. Die Spender dieser Weihnachtsstimmung wurden nicht mit freundlichen Augen betrachtet. Schon nach den ersten Gläsern des gestifteten Whiskys wurde der Plan gefaßt, eine regelrechte Weihnachtsbescherung, sozusagen ein Unternehmen größeren Stils, vorzunehmen.

Da ein Überfluß an Geschenkartikeln nicht vorhanden war, wollte man sich weniger an direkt wertvolle und mehr an solche Geschenke halten, die für die zu Beschenkenden passend waren und vielleicht sogar einen tieferen Sinn ergaben.

so schenkten wir dem Wirt einen Kübel mit schmutzigem Schneewasser von draußen, wo es davon gerade genug gab, damit er mit seinem alten Whisky noch ins neue Jahr hinein ausreichte. Dem Kellner schenkten wir eine alte, erbrochene Konservenbüchse, damit er wenigstens ein anständiges Servicestück hätte, und einem zum Lokal gehörigen Mädchen ein schartiges Taschenmesser, damit es wenigstens die Schicht Puder vom vergangenen Jahr abkratzen könnte.

Alle diese Geschenke wurden von den Anwesenden, vielleicht nur die Beschenkten ausgenommen, mit herausforderndem Beifall bedacht. Und dann kam der Hauptspaß.

Es war nämlich unter uns ein Mann, der mußte einen schwachen Punkt haben. Er saß jeden Abend da, und Leute, die sich auf dergleichen verstanden, glaubten mit Sicherheit behaupten zu können, daß er, so gleichgültig er sich auch geben mochte, eine gewisse, unüberwindliche Scheu vor allem, was mit der Polizei zusammenhing, haben mußte. Aber jeder Mensch konnte sehen, daß er in keiner guten Haut steckte.

Für diesen Mann dachten wir uns etwas ganz Besonderes aus. Aus einem alten Adreßbuch rissen wir mit Erlaubnis des Wirtes drei Seiten aus, auf denen lauter Polizeiwachen standen, schlugen sie sorgfältig in eine Zeitung und überreichten das Paket unserm Mann.

Es trat eine große Stille ein, als wir es überreichten. Der Mann nahm zögernd das Paket in die Hand und sah uns mit einem etwas kalkigen Lächeln von unten herauf an. Ich merkte, wie er mit den Fingern das Paket anfühlte, um schon vor dem Öffnen festzustellen, was darin sein könnte. Aber dann machte er es rasch auf.

Und nun geschah etwas sehr merkwürdiges. Der Man nestelte eben an der Schnur, mit der das Geschenk” verschnürt war, als sein Blick, scheinbar abwesend, auf das Zeitungsblatt fiel, in das die interessanten Adreßbuchblätter geschlagen waren. Aber da war sein Blick schon nicht mehr abwesend. Sein ganzer dünner Körper (er war sehr lang) krümmte sich sozusagen um das Zeitungsblatt zusammen, er bückte sein Gesicht tief darauf herunter und las. Niemals, weder vor- noch nachher, habe ich je einen Menschen so lesen sehen. Er verschlang das, was er las, einfach. Und dann schaute er auf. Und wieder hatte ich niemals, weder vor- noch nachher, einen Mann so strahlend schauen sehen wir diesen Mann.

Da lese ich eben in der Zeitung”, sagte er mit einer verrosteten mühsam ruhigen Stimme, die in lächerlichem Gegensatz zu seinem strahlenden Gesicht stand, daß die ganze Sache einfach schon lang aufgeklärt ist. Jedermann in Ohio weiß, daß ich mit der ganzen Sache nicht das Geringste zu tun hatte.” Und dann lachte er.

Und wir alle, die erstaunt dabei standen und etwas ganz anderes erwartet hatten und fast nur begriffen, daß der Mann unter irgendeiner Beschuldigung gestanden und inzwischen, wie er eben aus dem Zeitungsblatt erfahren hatte, rehabilitiert worden war, fingen plötzlich an, aus vollem Halse und fast aus dem Herzen mitzulachen, und dadurch kam ein großer Schwung in unsere Veranstaltung, die gewisse Bitterkeit war überhaupt vergessen, und es wurde ein ausgezeichnetes Weihnachten, das bis zum morgen dauerte und alle befriedigte.

Und bei dieser allgemeinen Befriedigung spielte es natürlich gar keine Rolle mehr, daß dieses Zeitungsblatt nicht wir ausgesucht hatten, sondern Gott.

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Adventskalender 17. Türchen

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
wir wollen etwas spenden
Pandemien sind im Trend
wir möchten sie beenden
Malaria! Maria hilf! Doch machen wir’s gerissen
Mit Ablass-Rappen (jeder zählt!) wasch ich mir mein Gewissen!

Advent, Advent, der Wille brennt:
Man kann die Menschen heilen!
Nur bitte soll’n sie nicht am End
in unser Land, das jeder kennt,
als Immigranten eilen.
Sonst bau’n sie zum Dank, dass wir sie retten
noch grössere Mengen an Minaretten!

Advent, Advent, in Panik rennt
ein jeder schnell zum Impfen
die Spritze sticht, die Impfung brennt
man traut sich nicht zu schimpfen.
Es freut die Panik-Pandemie
die treue Zunft der Pharmazie!

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
es brennt auf meiner Zunge
es brennt das Zigaretten-End
ein Loch in meine Lunge
Das CO2 vom Zigi-Rauch
reicht nur grad knapp zum Hausgebrauch.

Advent, Advent, es, brennt, es brennt
in unserer Atmosphäre
Und wer sich zum (Kopen-) Hagen, zum Helden ernennt
dem kommt meist was in die Quere.
Sei es Bequemlichkeit, sei’s Gier
sei es der Off-Roader-4×4

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
die Heuchelei geht um
das Lichtlein brennt am Firmament
der Mensch, der macht sich krumm.
Doch wer sich ehrlich selbst erkennt
und nicht nur hypochondrisch flennt
die Dinge auch beim Namen nennt
das Brett von seiner Stirne trennt
und seine Sünden frei bekennt …

… der handelt wirklich nicht gescheit!
Was soll’s?

Eine fröhliche Weihnachtszeit!

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Adventskalender 16. Türchen

Wir sagen euch an, den lieben Advent

Die Meldung: “Immer mehr Lehrpersonen sind dem Stress in der Schule nicht mehr gewachsen und tragen gesundheitliche Schäden davon.”
Die Lösung: Etwas mehr Besinnlichkeit. Ein schönes Adventslied beruhigt die Gemüter und macht Freude.

(Zur Melodie von “Wir sagen auch an den lieben Advent”)

Wir sagen euch an, den lieben Advent
Sehet, die erste Kerze brennt
Wir sagen euch an, Advent ist im Haus
Sehet, der erste Lehrer brennt aus
Freut euch, ihr Schüler
Freuet euch sehr
Keine Handarbeit mehr

Wir sagen euch an, den lieben Advent
Sehet, die zweite Kerze brennt
Wir sagen euch an, Advent ist im Haus
Sehet, der zweite Lehrer brennt aus
Freut euch, ihr Schüler
Freuet euch sehr
Keine Fremdsprachen mehr

Wir sagen euch an, den lieben Advent
Sehet, die dritte Kerze brennt
Wir sagen euch an, Advent ist im Haus
Sehet, der dritte Lehrer brennt aus
Freut euch, ihr Schüler
Freuet euch sehr
Keine Algebra mehr

Wir sagen euch an, den lieben Advent
Sehet, die vierte Kerze brennt
Wir sagen euch an, Advent ist im Haus
Sehet, der vierte Lehrer brennt aus
Freut euch, ihr Lehrer
Freuet euch sehr
Keine Schulleitung mehr

Und im schlimmsten Fall daran denken: Bei dieser Kälte ist ausbrennen immer noch angenehmer als einfrieren!


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Adventskalender 15. Türchen

Die mit dem Tiger tanzen

Wer gut einlochen kann, lässt auch in der Freizeit seine Finger nicht gerne davon. Und welcher Golfer möchte sich ewig auf dem gleichen Rasen austoben? Welcher Profi gibt sich mit einem einzigen Loch zufrieden? Im Zusammenhang mit den Sex-Affären des besten Einlochers der Welt gewinnt der folgende Sinnspruch eine neue, ungeahnte Brisanz: (Es ging zwar ursprünglich ums Schönsaufen. Doch die Ernüchterung der hübschen Möchtegern-Caddies lässt am nächsten Morgen auch bei einem attraktiven Multi-Millionär  nicht auf sich warten.)

Die Essenz der Groupie-Kunst in zwei verbalen Wortketten

Abends mit einem Tiger zu Bett gehen
Morgens mit einem Kater aufstehen

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